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Motorflieger und Segelflugzeug stürzen bei Bivio ab

Motorflieger und Segelflugzeug stürzen bei Bivio ab

Bei Flugunfällen oberhalb von Bivio sind am Samstag fünf Menschen getötet worden. Ein Motorflieger und ein Segelflugzeug stürzten ab. Die Bundesanwaltschaft ermittelt zur Unfallursache.

Südostschweiz
vor 4 Monaten in
Polizeimeldungen
In Bivio sind am Samstag zwei Flugzeuge abgestürzt. Die Bundesanwaltschaft klärt ab, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Unfällen besteht.
BILD KANTONSPOLIZEI GRAUBÜNDEN

Einsatzkräfte stiessen bei Bergungsarbeiten oberhalb von Bivio auf zwei abgestürzte Flugzeuge. Es handelte sich dabei um ein Segelflugzeug und um ein Motorflugzeug, wie die Kantonspolizei Graubünden am Montag mitteilte. Demnach startete der Pilot des Motorflugzeugs, einer Robin DR400, am Samstag in Neuenburg. Nach einer Zwischenlandung in Samedan flog er gegen 17.20 Uhr weiter in Richtung Locarno.

Gegen 21.30 Uhr abends ging bei der Kantonspolizei Graubünden eine Meldung der Rega ein, dass oberhalb von Bivio ein Segelflugzeug abgestürzt sei. Laut Mitteilung war die Witterung zu diesem Zeitpunkt für die Bergung zu schlecht.

Bei den Bergungsarbeiten auf 2700 m.ü.M. am Sonntag wurde dann aber nicht nur das verunglückte Segelflugzeug, sondern auch das Motorflugzeug aus Neuenburg entdeckt. Sowohl die Insassen des Segelflugzeugs (Pilot) als auch die Insassen des Motorflugzeugs (Pilot, zwei Erwachsene und ein Kind) konnten nur tot geborgen werden.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Neuenburg stammen zwei der Toten aus dem Kanton Neuenburg. Zusammen mit der Kantonspolizei sei ein Team zur psychologischen Unterstützung der Familien der Opfer aufgeboten worden.

Noch nicht alle Opfer identifziert

Die Identifikation der Verunfallten konnte am Montag noch nicht vollständig abgeschlossen werden, wie es in der Mitteilung der Kantonspolizei heisst. Bei den Bergungsarbeiten waren Mitglieder der SAC Sektion Bernina, die Feuerwehr Samedan-Pontresina, die Heli Bernina, die Feuerwehr des Engadin Airport sowie die Kantonspolizei Graubünden involviert.

Wann die beiden Maschinen abgestürzt sind, sei zur Zeit noch nicht bekannt und Gegenstand der Ermittlungen, sagte Polizeisprecher Andreas Rüegg gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Auch die Ursache der Abstürze müsse noch abgeklärt werden. So wisse man noch nicht, ob die Flugzeuge zusammen stiessen, sich ausweichen mussten oder ob es überhaupt keinen Zusammenhang gebe.

Für die Untersuchung ist in solchen Fällen die Bundesanwaltschaft zuständig. Diese steht im Kontakt mit den kantonalen Behörden Graubündens und wird vom Bundesamt für Polizei unterstützt. (jas/sda)

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Es handelt sich (wieder einmal) um einen typischen Fall einer bisher unbekannten (mir jedoch bekannten) Absturzursache. Gerade die Tatsache, dass gleich zwei Flugzeuge ungefähr am gleichen Ort, wenn auch wahrscheinlich in einem gewissen zeitlichen Abstand, abgestürzt sind, spricht dafür, dass es sich ich beiden Fällen um ein und dieselbe Absturzursache handelt, nicht jedoch in dem Sinne, dass die beiden Flugzeuge miteinander kollidiert wären, sondern in dem Sinne, dass sie auf Grund desselben geophysikalisch-meteorologischen Sachverhalts, nämlich hoher Wasserdampfkonzentration des sie umgebenden Luftkörpers (schlechte Witterungsverhältnisse, wie berichtet), einen unkontrollierbaren Auftriebs- und Höhenverlust erlitten, bis sie unsanft auf dem Fels gelandet sind. Bin gerne bereit, vor Sachverständigen darüber Vortrag zu halten.

So ein unmöglicher Kommentar!
Haben Sie schon jemals etwas gehört von Sichtflugregeln (VFR)?
Piloten mit Kenntnis der Regeln und der nötigen Erfahrung im Alpenflug wissen von den Risiken in Wolken einzufliegen.
Ihre geäusserte Fachkenntnis bringt jeden Flugschüler nach der ersten Lektion zu Kopfschüttel.
Wirkliche Experten würden sich nie so ohne genaue Abklärung voreingenommen zu einem Unfall äussern. Gott sei Dank.
Ihre Empfehlung für Vorträge an Experten haben Sie selber zum Absturz gebracht.

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