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Zwei Jungwölfe aus dem Beverinrudel geschossen

In der Nacht auf Montag hat die kantonale Wildhut zwei männliche Jungwölfe des Beverinrudels erlegt. Der Kanton bleibt dabei: Das ganze Rudel soll verschwinden.

Südostschweiz
02.08.22 - 08:11 Uhr
Aus dem Leben
Drei Wolfswelpen des Beverinrudels erkunden ihr Revier: Zwei der Jungwölfe des Rudels wurden durch die kantonale Wildhut erlegt.
Drei Wolfswelpen des Beverinrudels erkunden ihr Revier: Zwei der Jungwölfe des Rudels wurden durch die kantonale Wildhut erlegt.
Bild Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Nachdem das Beverinrudel im Juli in seinem Streifgebiet innert weniger Tage zwei ausgewachsene Mutterkühe und unzählige Schafe gerissen hatte, bewilligte das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am 14. Juli das Gesuch des Kanton Graubündens, zwei der Jungwölfe aus dem Wolfsrudel abzuschiessen. Die Wildhut konnte die beiden Jungwölfe in der Nacht auf den 1. August auf der Stutzalp in der Nähe einer Schafsherde erlegen.

Die zwei Wölfe werden nun gemäss dem Amt für Jagd und Fischerei für die pathologische Untersuchung an das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (FIWI) in Bern überführt. Genetisch untersucht werden die Tiere am Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne. Die Wildhut überwacht das Streifgebiet des Rudels weiterhin intensiv, insbesondere um weitere Erkenntnisse zu dessen aktueller Reproduktion zu erhalten.

Weitere Abschüsse seien notwendig

Der Kanton meint: «Das Ziel bleibt es, das gesamte Beverinrudels zu entfernen und das besonders auffällige Vatertier M92 abzuschiessen.» Das Beverinrudel zeige seit mehreren Jahren eine zunehmend konfliktträchtige Entwicklung. Aus fachlicher Sicht sei zu erwarten, dass diese Entwicklung alleine durch Jungtierabschüsse nicht zu verhindern sei, so der Kanton. (red/sda)

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