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Seitenwechsel ohne Alternative

Andri
Dürst
08.01.23 - 07:00 Uhr
Leben & Freizeit
Chalet Promenade Dezember 2022
Wer derzeit am Kongresszentrum vorbei möchte, muss die Strassenseite wechseln.

Über die Ästhetik dieses sich kaum in das Gesamtbild integrierende Bauwerk lässt sich streiten. Doch nicht nur das Aussehen der provisorischen Konstruktion wirft Fragen auf: Sobald das «Chalet» aufgebaut wird, ist ein Durchkommen für Fussgänger auf dem Trottoir nicht mehr möglich. Ein Wechsel der Strassenseite ist zwingend notwendig. Personen, die beispielsweise von Davos Dorf herkommend zum Hallenbad möchten, müssten – sofern sie sich strikte an die Verkehrsregeln halten wollen – bis zum Schweizerhaus marschieren, dort über die Strasse gehen und anschliessend wieder einige Meter «retour» bis zur Abzweigung gehen. Gäbe es da nicht eine einfachere Lösung? Wäre es nicht möglich, das «Chalet Promenade» zumindest während der Spengler-Cup-Zeit zu öffnen, damit Fussgänger die Strecke einfacher passieren könnten? Mit dieser Frage gelangte die DZ an die WEF-Medienstelle. Diese antwortete folgendermassen darauf: «Das Chalet Promenade ist seit über zehn Jahren nicht mehr ganz durchgängig. Grund dafür war Vandalismus und einmal sogar eine Brandstiftung. Danach war das Chalet noch teilweise betretbar, um den Zugang zum Bankomaten zu gewährleisten. Dieser musste aber mit Sicherheitspersonal geschützt werden. Seit dem Abbau des Bankomaten bleibt der Zugang geschlossen.» Die Frage nach der Öffnung ist nun also geklärt. Doch wie schaut es bezüglich Ästhetik aus? Das WEF erklärt, dass jeweils kurz vor dem Jahrestreffen sogenanntes «Art-work», angebracht wurde. Die «Verzierung» habe man aber absichtlich erst unmittelbar vor dem Start des Jahrestreffens montiert, um sie im besten Licht präsentieren zu können. Auch sollte verhindert werden, dass sich Vandalen mit Anti-WEF-Parolen daran «vergreifen», was auch schon vorgekommen sei. Doch heuer wird nichts aus dem «Art-work». «Wie auch für die Ausgabe im Mai gibt es für das Jahrestreffen 2023 keine Kunst an diesem Bau», erklärt die WEF-Medienstelle.

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