Lehrer in Feierlaune
Eigentlich trifft sich die Davoser Lehrerschaft sowie Ehemalige und weitere Mitarbeitende der Volksschule jährlich zu einem grossen Abschlussfest. Die letzten zwei Jahre fielen diese aber aus bekannten Gründen ins Wasser. Umso mehr genoss man nun am letzten Donnerstag den besonderen Anlass und feierte in bester Manier.
Eigentlich trifft sich die Davoser Lehrerschaft sowie Ehemalige und weitere Mitarbeitende der Volksschule jährlich zu einem grossen Abschlussfest. Die letzten zwei Jahre fielen diese aber aus bekannten Gründen ins Wasser. Umso mehr genoss man nun am letzten Donnerstag den besonderen Anlass und feierte in bester Manier.
Es waren durchaus etwas gedrängte Verhältnisse in der Lobby des Hotels Grischa. Doch dieser Zustand hatte seine Gründe: 155 Personen liessen es sich nicht nehmen, der diesjährigen Schulschlussfeier beizuwohnen. «Wir hätten damit fast den Rekord von 167 Teilnehmenden gebrochen», erklärte Hauptschulleiter Martin Flütsch im Rahmen seiner Grussworte. Weiter blickte er zurück auf ein «rasantes, unglaublich schnelles Schuljahr». Nebst einigen Höhepunkten liess er auch weniger erfreuliche Momente Revue passieren, wie beispielsweise die Wiedereinführung gewisser Massnahmen in Verbindung mit der Pandemie. Auch schultechnisch scheint es nicht immer leicht gewesen zu sein: Für die Schulleiterin des Schulkreises Platz, die im Sommer ihre Arbeit aufgenommen hatte, habe man bereits nach kurzer Zeit Ersatz finden müssen, und wegen Neuregelung der Schulleitungspensen musste für den Unterschnitt eine Stellvertretung gefunden werden. Zu guter Letzt führte Flütsch auch noch einige Zahlen ins Felde: 61 Schüler würden nun die Oberstufe verlassen, und alle hätten eine Anschlusslösung finden können. Zu den Mitarbeitenden hielt er fest, dass man im Schuljahr eine Viertelmillion Arbeitsstunden geleistet habe, was 231 Stunden pro Schülerin oder Schüler entspräche.
Nicht zu kurz kam auch die Verabschiedung der abtretenden Lehrkräfte. Als Geschenk erhielten die wegziehenden Pädagogen jeweils eine schmucke Uhr. Handgefertigtes gab es für die Pensionäre: Der einheimische Bildhauer Andreas Hofer erschuf für die sich in den Ruhestand verabschiedenden Lehrpersonen den «Melchior», den er als «Wächter der Zeit» bezeichnete. «Er soll mit den Menschen mitgehen und auf sie aufpassen», erklärte er zu seinem Kunstwerk. Männiglich nahm die Präsente dankend entgegen und lauschte den ausführlichen Verabschiedungsreden der verschiedenen Schulleiter, die immer mal wieder von Auftritten der Lehrerband aufgelockert wurden. Diese Musikgruppe war es dann auch, die nach deliziösem Mahl für ordentlich Stimmung sorgte. Der eine oder die andere legte zu den swingenden Melodien auch mal ein Verdauungs-Tänzchen aufs Parkett, oder besser gesagt auf den Teppich. Wer seine Tanzbeine lieber unter dem Tisch behalten wollte, tauschte sich mit lieb gewordenen Kollegenaus oder hielt mit anderen – teils wohl eher unbekannten – Mitarbeitenden aus anderen Schulkreisen ein Schwätzchen. Die Tradition des Schulschlussfestes liess man also mit seiner ganzen Pracht wieder aufleben, ehe man sich in die wohlverdienten Sommerferien verabschiedete.
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