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Die Hilfe für Australien ist enorm

Vor zwei Tagen haben wir bereits über die Spendenaktion der Familie Devonshire berichtet. Heute haben wir erneut mit Marina Devonshire-Pedrett gesprochen. Die Situation vor Ort bleibt unverändert. Doch bei ihrer Spendenaktion tut sich stetig etwas.

Anna
Panier
Samstag, 11. Januar 2020, 04:30 Uhr Bündner Spendenaktion
In Australien brennt es immer noch ununterbrochen.
RICK RYCROFT / KEYSTONE-SDA.CH

Es brennt und das Feuer wird gelöscht. Bei uns ist dies der Normalfall. Aber nicht so in Australien. Auch heute wüten am anderen Ende der Welt noch immer die scheinbar unendlichen Flammen.

Natürlich wissen wir hier in Graubünden über das Schicksal Australiens Bescheid. Wie aber muss es sich anfühlen, wenn man ins Bett geht und sein Land Stück für Stück durch die tobenden Feuer zerstört wird? Was geht in den Köpfen der Leute vor sich, die Tag für Tag um ihr Leben bangen müssen?

Die ganze Welt schaut zu und der Grossteil der Leute will helfen. Die Bündnerin Marina Devonshire-Pedrett und ihre Familie gehören ebenfalls zu diesen Menschen.

Seit wir zuletzt über die Spendenaktion der Devonshires für die freiwilligen Feuerwehrleute vor Ort berichtet haben, ist einiges passiert. «Wir bekommen viele Spendenanfragen. Häufig erkunden sich die Leute auch, wie man sonst noch helfen kann.» Diese Frage ist jedoch eher schwieriger zu beantworten.

Kleiderspenden beispielsweise sind problematisch. «Das Hauptproblem besteht vor allem darin, dass man die ganzen Kleider sortieren, unterbringen und anschliessend verteilen müsste», so die Bündnerin. Diese logistischen Hürden sind zurzeit zu gross. Die ganzen Bemühungen der Menschen, seien jedoch wahnsinnig schön. Mittlerweile käme die Unterstützung sogar von ausserhalb Graubündens.

Es gibt auch Kritik

Die Spendenaktion trifft jedoch nicht nur auf Verständnis. So gibt es Personen, die nicht nachvollziehen können, warum man Australien hilft. Es steht ausser Frage, dass es auf der ganzen Welt viele Situationen gibt, bei denen das Leid im Vordergrund steht. In den Weiten des Internets stösst man immer wieder auf allerlei Spendenaufrufe.

Auch Marina Devonshire-Pedrett und ihr Mann waren zuerst unsicher, ob sie diese Spendenaktion starten sollten. «Wir dachten, dass sich die Leute über den Aufruf nerven.» Die Bedenken waren jedoch unbegründet. Das Feedback war grösstenteils positiv und die zwei weniger guten Rückmeldungen konnten die Devonshires regeln. Schlussendlich muss man für sich selber entscheiden, was für eine Meinung man zu solchen Themen hat und wie man diese nach aussen vertritt.

«Mich schauderts, so schön finde ich es»

Das Geld zu sammeln, ist für die Familie Devonshire eine Herzensangelegenheit. Der Mann der Bündnerin ist Australier und das Land ist für sie schon lange zur zweiten Heimat geworden. Wie sie bereits beim letzten Interview erzählten, tut es weh, wenn man dem Leid so nahe ist und nichts machen kann. Umso mehr bedeutet es ihnen, wenn so viele einzelne Personen die Spendenaktion unterstützen. «Es ist eine wunderschöne Erfahrung, wenn man um Hilfe bittet und so viele Menschen dann mithelfen wollen.»

Ein Ende ist im Moment noch nicht in Sicht. «Wir haben kein Ziel, wir lassen die Aktion einfach mal weiterlaufen. Denn es gibt noch immer viele Menschen, die etwas beitragen wollen. Ich weiss darum noch nicht, wann ich die Aktion stoppe.» 

Nach der erfolgreichen Spendenaktion kann sich Marina Devonshire-Pedrett ein weiteres Engagement durchaus vorstellen. «Wenn man sieht, wo besonders Hilfe benötigt wird, warum auch nicht?» Jetzt im Moment sei das Wichtigste aber, dass die extreme Situation in Australien ein Ende findet und die Feuer endgültig gelöscht werden können.

Alle weiteren Infos rund um die Spendenaktion findet Ihr hier.

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