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Historische Häuser sollen restauriert statt abgerissen werden

In Näfels sollen das Haus zur Beuge und das Hauserhaus umfassend restauriert werden. Der Regierungsrat hat die nötigen Beiträge für das Unterfangen gesprochen.

Südostschweiz
Dienstag, 12. November 2019, 15:53 Uhr Haus zur Beuge und Hauserhaus
Die Bausubstand im Gebäude Beuge-Süd ist sehr gut. Hier ist die Küche zu sehen.
HANS BÜHLER/KANTON GLARUS

Sie prägen das Ortsbild von Näfels: Das Haus zur Beuge und das daran anschliessende Hauserhaus. Die historischen Bauten an der Hauptstrasse sollen restauriert werden und zwar umfassend. Beim vorliegenden Bauprojekt wird grosser Wert auf die fachgerechte Restaurierung von Böden, Wänden, Decken und weiteren Ausstattungselementen gelegt, wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst. Der Grossteil der Elemente stamme aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Mit dem vorliegenden Projekt finde ein seit sechs Jahren dauerndes Ringen um den Erhalt der Häuser ein Ende. Sie hätten ursprünglich abgerissen werden sollen.

Entstehen sollen mit der Restaurierung auch Alters-Etagenwohnungen. Wie es heisst, wird der Bau der Wohnungen für die Eigentümer möglich, indem die ursprünglich freistehenden Bauten verbunden und erschlossen werden.

Kosten von knapp fünf Millionen

Bund, Kanton und Gemeinde sollen das Projekt unterstützen. Die hohe Qualität der Innenausstattung und das grosse Volumen der beiden Baukörper generieren laut dem Kanton sehr hohe Investitionskosten. Jene Arbeiten, die dem Erhalt des Baudenkmals dienen, seien beitragsberechtigt. Der Regierungsrat hat entsprechende Beiträge nun genehmigt. Er setzt diese an den Kosten von knapp fünf Millionen Franken für den Kanton und die Gemeinde Glarus Nord fest. So soll der Kanton 830'000 Franken übernehmen (16,8 Prozent der beitragsberechtigten Kosten) und die Gemeinde Glarus Nord 550'000 Franken (11,2 Prozent der beitragsberechtigten Kosten.

Der erwartete Bundesbeitrag beträgt 1,2 Millionen Franken. Da die Mittel aus der Programmvereinbarung über Beiträge an die Denkmalpflege mit dem Bund für die Jahre 2016–2020 jedoch nahezu ausgeschöpft sind, wurde ein Einzelgesuch eingegeben. Der Entscheid über eine Beitragszusicherung des Bundes wird im Dezember erwartet. Voraussetzung dafür ist die Beteiligung des Kantons im vorgesehenen Rahmen.

Die Planungsarbeiten sind mehrheitlich abgeschlossen. Läuft mit den Krediten und den Beiträgen der öffentlichen Hand alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten im Januar 2020 starten und Ende 2021 abgeschlossen sein. (rac)

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