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«Ich habe mich nie mit der Herkunft meines Vaters auseinandergesetzt»

Audrey Hauri aus Mollis ist auf der Suche nach ihren ghanaischen Wurzeln das erste Mal nach Afrika zu ihrem Vater gereist. Morgen strahlt SRF 1 ihre Begegnungen mit dem Land, den Menschen und ihrer Familie in der Sendung «Meine fremde Heimat» aus. Das sagt sie zu ihrer Reise.

Claudia
Kock Marti
Donnerstag, 07. März 2019, 04:30 Uhr Reise nach Ghana
Willkommen in Ghana: Audrey und Rouven Hauri werden von König Anwomaso zeremoniell empfangen.
PRESSEBILD SRF

Was war Ihre Motivation, bei der Sendung «Meine fremde Heimat» mitzumachen?

Ich habe mich nie mit der Herkunft meines Vaters, also meiner zweiten Heimat, auseinandergesetzt. Für mich ist das Glarnerland der Ort, an dem ich geboren und aufgewachsen bin und meine Mutter herkommt. Das Glarnerland bedeutet Heimat für mich. Viele Menschen sehen aber als erstes das Fremde in mir, das Äusserliche. Mit meinem 40. Geburtstag hat sich etwas verändert. Mein Vater ist selber nochmals Vater geworden, und ich habe gespürt, dass es an der Zeit ist, meine anderen Wurzeln auch kennenzulernen. Ich habe das Format am Fernsehen gesehen. Die Art der Dokumentation und die Echtheit haben mir gefallen.

Freuen Sie sich auf die Ausstrahlung?

Ich habe den Schnitt ja nicht gesehen. Ich freue mich darauf und bin voller Vertrauen, dass sie die für mich zentralen Momente gut eingefangen haben. Die Sendung ist echt. Wir mussten nichts vorspielen und konnten uns selber sein.

Wie geht es Ihnen mit der Vorstellung, Ihre Geschichte am Fernsehen zu sehen?

Ich bin ein reflektierter Mensch und habe mir sehr gut überlegt, was das für mich und mein Umfeld bedeutet. Mein Mann und meine Söhne haben das Ganze mitgetragen, sonst wäre das nicht gegangen. Ich wusste aber, dass ich via dieser Dok-Sendung den Schritt nach Ghana wagen werde. Ohne diese Sendung wäre ich ziemlich sicher die nächsten zehn Jahre noch nicht gegangen. Mir ist bewusst, dass ich viel von mir preisgeben werde, aber ich bin generell ein offener Mensch und freue mich darauf, das Land Ghana mit vielen Facetten ins Schweizer Fernsehen bringen zu dürfen.

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