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Der harte Winter ist spürbar

Die Jagdsaison 2018 ist in vollem Gang. Wir haben beim Amt für Jagd und Fischerei nach einer Zwischenbilanz gefragt.

Südostschweiz
Mittwoch, 12. September 2018, 04:30 Uhr Zwischenbilanz Jagd
Jagd Jägerin Waffe Gewehr
Die Jagd 2018 ist in vollem Gang.
YANIK BÜRKLI

Der Monat September lässt so manches Herz im Kanton Graubünden höher schlagen. Die Jagdsaison steht wieder vor der Tür. Zurzeit befinden sich jedoch die Jägerinnen und Jäger in der sogenannten Jagdpause. Die Jagdpause wurde 2007 eingeführt. Ziel war es, dass man etwas Ruhe in die Jagdgebiete bringt um danach die Jagdstrecke zu steigern. Dieses System hat sich laut Adrian Arquint, Vorsteher des Amtes für Jagd und Fischerei, bisher bewährt. «Es werden rund 300 Hirsche mehr erlegt.»

Als Zwischenbilanz der bisherigen Jagdsaison bezeichnet Arquint die Hirschstrecke als durchschnittlich und vergleichbar mit den Jahren 2016 und vorgängig. Es gebe zwei Talschaften im Puschlav und im Münstertal mit einer sehr guter Jagdstrecke. Beim Rehwild sei der letzte harte Winter deutlich spürbar und der Bestand daher stark zurückgegangen. «Ende Jagd werden wir dann sehen, wie wir mit diesem Problem umgehen werden.» Eine gute Jagdstrecke weise hingegen die Gamsjagd auf. «Ich denke die Gämsjäger haben insbesondere vom guten Wetter profitiert», so Arquint.

Die Jagdstrecke bezeichnet das in einem bestimmten Zeitraum einer ein- oder mehrtägigen Jagd erlegte (in der Jägersprache: gestreckte) Wild.

Auch mit Asylaustreibungen könne dieses Jahr wieder gerechnet werden. Soweit Arquint mitbekommen hat, handle es sich vor allem um die Region Mittelbünden, welche bereits vor der Jagd eine Asylaustreibung durchgeführt hat. «Entscheiden wird das aber schliesslich die regionale Wildhut», schliesst Arquint ab.

Wildschutzgebiete (auch als Wildasyle oder Jagdbanngebiete bezeichnet) sind von der Regierung festgelegte Gebiete mit totalem (allgemeine Wildschutzgebiete) oder partiellem (Hochjagdasyle, Hasenasyle etc.) Jagdverbot.

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