Deshalb werden Fälle von Hundevergiftungen selten aufgelöst
Erwischt ein Hund einen Köder mit Gift oder Rasierklingen, überlebt er dies meist nur mit Glück. Die Polizei erklärt, was zu tun ist, wenn ein Hundeköder gefunden wird - und warum es so schwer ist, der Täterschaft das Handwerk zu legen.
Erwischt ein Hund einen Köder mit Gift oder Rasierklingen, überlebt er dies meist nur mit Glück. Die Polizei erklärt, was zu tun ist, wenn ein Hundeköder gefunden wird - und warum es so schwer ist, der Täterschaft das Handwerk zu legen.
Beim Spaziergang schnüffelt der Hund an allem Möglichen, er jagt Vögel und tollt im Gras herum. Hin und wieder kommt es auch vor, dass er ein manipuliertes Wurststückchen findet. Wenn Glück im Spiel ist, sieht es der Besitzer, bevor der Hund die Wurst runterschlingt. Im Pechfall benimmt sich der Hund komisch, zeigt kränkliche Symptome – und wird im schlimmsten Fall so stark verletzt oder vergiftet, dass er stirbt.
Oft macht der Hundebesitzer sein Umfeld in den sozialen Medien darauf aufmerksam: «Passt auf, in dieser Region hat mein Hund einen Köder geschluckt und hat nur mit Glück überlebt / und ist dadurch gestorben», heisst es etwa. Die Polizei werde leider nicht in jedem Fall informiert, erklärt der Sprecher der Bündner Kantonspolizei, Markus Walser. Wenn die Polizei eine solche Meldung von einer geschädigten Person oder einem Tierarzt bekomme, reagiere sie aber sofort.
Weshalb lassen sich Täter trotzdem selten fassen? Walser erklärt:
Wurde der Hund vergiftet, ist es meist schwierig, im Nachhinein festzustellen, woran. Auch haben die meisten Hundebesitzer ein Herz für andere Tiere und versuchen sämtliche Köder sofort zu eliminieren, sodass keine weiteren Hunde geschädigt würden. Dies verwischt aber die Spuren, weshalb die Polizei selten herausfinden kann, wer den Köder gelegt hat.
Denn theoretisch kann jede Person einen solchen Köder legen. Um diese zu erwischen, müsste man sie also fast dabei sehen und die Polizei alarmieren.
Trotzdem empfiehlt Markus Walser, der selbst einen Hund besitzt, das Wohl von möglichen anderen Opfern voranzustellen und eine Stelle von Ködern zu befreien, falls diese nicht gesichert werden kann, bis die Polizei eintrifft.
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