Zehn Jahre vergingen von der Schliessung bis zur Eröffnung
RickenbachZehn Jahre sind vergangen, seit die Bahn auf die Rotenflue stillgelegt wurde. Eine Chronologie.
RickenbachZehn Jahre sind vergangen, seit die Bahn auf die Rotenflue stillgelegt wurde. Eine Chronologie.
November 2004
Am 2. November fährt zum letzten Mal eine Gondel mit Schulkindern auf die Rotenfluh.
November 2004
Am 2. November steht die Bahn still, die Konzession ist abgelaufen.
November 2004
Am 29. November wird an der Generalversammlung der Rotenfluh-Seilbahn die Liquidation der Bahn beschlossen. Die Hoffnungen auf eine neue Bahn schwinden, das Ende der Bahn scheint besiegelt zu sein.
September 2005
Am 14. September übernimmt ein neuer VR das Ruder. Bis am 14. September wurde die Seilbahn durch den bisherigen Verwaltungsrat in der Funktion als Liquidator geführt. Eine bis dato aussenstehende Initiantengruppe übernimmt. Im neuen Verwaltungsrat sitzen: Edmund Truttmann, Rickenbach, David B. Hauptmann, Thalwil, Nathalie Henseler Pfyl, Schwyz, Heinz Tschümperlin, Rickenbach, Markus Werner, Zwillikon, Benno Laimbacher, Schwyz. Die Liquidatoren treten zurück. Es sind dies: Walter Anderrüthi, Rickenbach, Peter Blum, Rickenbach, Robert Mettler, Seewen, Karl Bamert, Schwyz, Thomas Bürgler, Schwyz, Lukas Bolfing, Rickenbach.
November 2006
Die Stimmbürger der Gemeinde Schwyz bewilligen am 26. November einen Gemeindebeitrag von 1,8 Mio. Franken für den Bau einer neuen Gondelbahn. Diese Zusage wird an die Bedingung gebunden, dass die Anlage innert fünf Jahren in Betrieb ist. Die Frist läuft unverrichteter Dinge ab (wird aber 2011 durch das Volk erneuert).
Januar 2009
Ende Januar fällt im Seilziehen um eine neue Bahn von Rickenbach auf die Rotenfluh ein wichtiger Entscheid: Der Regierungsrat lehnt die Beschwerde gegen das Einzonungsbegehren einer Parzelle für die Erstellung von Parkplätzen ab.
Juni 2011
Mitte Juni beginnt der Rückbau der alten Rotenfluhbahn. Zuerst werden die neun Masten demontiert, und bis im Oktober 2012 wird auch ein Teil der Stationsbauten abgebrochen.
September 2011
Am 25. September wird in der Gemeinde Schwyz erneut ein Investitionsbeitrag von 1,8 Mio. Franken an den Bau einer neuen Rotenfluhbahn mit 2726 Ja gegen 1100 Nein angenommen (wie 2006).
März 2012
Am 11. März nimmt das Stimmvolk des Bezirks Schwyz mit 61 Prozent einen Beitrag von 2,5 Mio. Franken an den Neubau einer Seilbahn auf die Rotenfluh an.
Juli 2012
Einsprachen gegen Parkhaus gehen bei der Gemeinde ein. Die Einsprachen werden weitergezogen und sind auch im November 2014 nicht in Rechtskraft erwachsen (aktuell wird immer noch gerichtet).
Januar 2013
Der Regierungsrat gewährt der Seilbahn Rickenbach-Rotenfluh AG ein zinsloses Darlehen von 2,5 Mio. Franken und einen Äquivalenzbeitrag von 680 000 Franken. Damit sind die Beiträge der öffentlichen Hand ausgeschöpft.
Juli 2013
Am 17. Juli hat das Bundesamt für Verkehr der Seilbahn Rickenbach-Rotenfluh AG die Konzession und Plangenehmigung für eine «Kabinenbahn Rickenbach–Rätigs–Rotenfluh, Bahn-Nr. 72.139» erteilt.
September 2013
Die Aktionärsversammlung der bisherigen Seilbahn Rickenbach-Rotenfluh AG hat die siebenjährige, zähe Grabenarbeit des Verwaltungsrats belohnt und allen entscheidenden Anträgen für die Realisierung der neuen Bahn zugestimmt. Das Unternehmen wird umbenannt und heisst neu Rotenfluebahn Mythenregion AG. Die bisherigen Inhaberaktien werden in eingetragene Namenaktien umgewandelt, eine Aktienkapitalerhöhung um 4,8 Mio. Franken wird beschlossen.
Oktober 2013
Drei Wochen früher als geplant erfolgt am Donnerstag, 17. Oktober, um 11.00 Uhr bei der Talstation in Rickenbach der Spatenstich für die inzwischen umbenannte Rotenfluebahn Mythenregion AG.
Sprichwörtlich, für die Umkehrung der Verhältnisse am Jüngsten Tag, haben gestern 185 Schulkinder die Gondelbahn auf die Rotenflue offiziell eröffnet: Am 1. November 2004 fuhr die Bahn zum letzten Mal (siehe Box), gestern zum offiziell ersten Mal. In der Talstation versammelt, liessen die Kinder ihrer Freude freien Lauf: Sie applaudierten unter Anleitung der Schulleiterin Marie-Theres Purtschert und den Lehrerinnen und Lehrern lautstark den Verantwortlichen der neuen Bahn.
Verteilt auf 23 Gondeln fuhren die 185 Kinder los. Leider war die Sicht durch den Nebel nicht besonders gut, dennoch erfreute der Anblick von Schnee und Fels. Auf dem Berg angekommen, wurden die Kinder durch Nathalie Henseler, Verwaltungsratspräsidentin der Bahn, begrüsst. Henseler feierte gestern übrigens doppelt – nebst der Eröffnung auch ihren 39. Geburtstag. Die Eröffnung sei für sie «das schönste, grösste und beste Geschenk», sagte sie. Vor Ort präsent war auch das Schweizer Fernsehen, welches einen Beitrag für die Sendung «Schweiz aktuell» erstellt. Den Kindern wurde schliesslich in der Gondel-Garage ein Znüni serviert.
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