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«Wink» geht ?das Geld aus

Baarred. Seit 1981 war das Gratismagazin eine Plattform für Zuger Geschehen und Inserenten. Doch jetzt muss das Blatt die Notbremse ziehen. «Ausgewinkt?.

Südostschweiz
11.02.14 - 01:00 Uhr

.. eine Tradition geht zu Ende» – so ist das Schreiben übertitelt, das Inseratekunden des Zuger Regionalmagazins «Wink» in diesen Tagen erhalten haben. Der «Wink» verabschiedet sich in diesem Brief, er verschwindet von der Bildfläche. «Die aktuelle Geschäftslage hat die Firmeninhaber gezwungen, sich Gedanken um die Zukunft des ‹Wink› zu machen. Nach reiflichen Überlegungen hat der Verwaltungsrat entschieden, den Betrieb per sofort einzustellen.» Das Gratismagazin ist über drei Jahrzehnte lang jeden Monat erschienen. Die Normalauflage lag bei rund 24?000 Exemplaren.

Zuerst wurde gespart

Warum erscheint der «Wink» nicht mehr? Redaktorin Esther Studerus nennt wirtschaftliche Gründe: «Die Inserateeinnahmen sind zurückgegangen – besonders in den letzten drei Jahren.» Mit Einsparungen habe man zwar die Fixkosten reduziert und «es wurden auch Investoren gesucht – leider ohne Erfolg». In der Medienbranche sei es hart geworden, schildert Esther Studerus. Damit der «Wink» auch in Zukunft hätte überleben können, wären Investitionen nötig gewesen. Doch nun ist dem Regionalmagazin definitiv das Geld ausgegangen, die Regional Magazin Wink AG ist insolvent.

Deshalb sei es jetzt sehr schnell gegangen mit dem Ende des Blatts. Der «Wink», so Studerus, habe als lokale Publikation wenig grosse, nationale Werbung publiziert. Die regionale Verwurzelung bringe im Inseratemarkt zwar viele Vorteile, aber nicht nur: «Besonders unter den kleineren und mittleren Betrieben – unserem Hauptsegment – gibt es viele, die ihre Werbeaktivitäten mittlerweile selber umsetzen.» Sie würden überlegen, was günstiger sei: ein Inserat zu schalten oder selber einen Flyer zu machen.

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