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Will nicht mehr Schweizer werden

Einsiedelnred. Der frühere ETH-Professor Irving Dunn wird kein zweites Gesuch für seine Einbürgerung stellen. Das wiederholte der 76-Jährige gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

Südostschweiz
05.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Zuvor stellte er dies bereits im «Boten» klar. An der Einsiedler Bezirksgemeinde letzten Herbst hatten die Stimmbürger Nein gesagt zum Einbürgerungsgesuch von Irving John Dunn. Das Volk folgte dem Antrag des Bezirksrats. Dunn überlegte sich damals, den Rechtsweg zu beschreiten. Die Prüfung über die Grundkenntnisse der Schweiz hatte der Kalifornier mit gutem Leumund, geordneten finanziellen Verhältnissen und ausreichenden Deutschkenntnissen bestanden. Gemäss Einbürgerungskommission kannte er die kommunalen Verhältnisse aber nicht gut genug.

Die Kommission warf dem Professor mangelnde Kenntnisse in Schwyzer und Einsiedler Geografie und Politik vor. Sie vermutete, dass sich der Antragsteller vor allem wegen persönlicher Vorteile und Sicherheiten einbürgern lassen wollte. Der Fall sorgte landesweit für Aufsehen. Schliesslich bot der Bezirksrat Dunn eine zweite Chance an, ein erleichtertes Einbürgerungsgesuch. Aber jetzt hat der Professor keine Lust mehr. Er müsste erneut die Gesuchgebühren zahlen, 3100 statt der üblichen 3600 Franken. «Ich habe mir nie etwas zuschulden kommen lassen», sagt er der «Schweiz am Sonntag». «Ich glaube, einige lokale Politiker halten es nicht für wünschenswert, dass ich Bürger von Einsiedeln werde.» Dunn spricht konkret von Kreisen aus der SVP.

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