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Was das kommende Jahr in Sachen Musik mit sich bringt

In der Musikgerüchteküche brodelt es: Pete Doherty und Carl Barât könnten als The Libertines im neuen Jahr neue Songs veröffentlichen. Bob Dylan widmet sich Sinatra-Klassikern. Auch von Marilyn Manson wird Neues erwartet.

Südostschweiz
03.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Sebastian Fischer (sda)

Berlin. – Meghan Trainor besetzte im Herbst 2014 mit ihrer Single «All About That Bass» wochenlang die Top-Positionen der weltweiten Charts. Radiostationen spielen den Doo-Whop-Hit rauf und runter. Am 9. Januar erscheint nun unter dem schlichten Namen «Title» ihr Debüt. Weiter wird ab dem 16. Januar wird mit «The Pale Emperor» das neunte Album von Marilyn Manson in den Plattenläden stehen. Titel wie «The Mephistopheles of Los Angeles» oder «The Devil Beneath My Feet» versprechen wieder einiges Aufregerpotenzial.

Und am 30. Januar wird Bob Dylan «Shadows In The Night» mit zehn Coversongs von Frank Sinatra veröffentlichen, darunter «Full Moon and Empty Arms» und «I’m A Fool To Want You». Die Songs aus dem Grab ans Tageslicht zu holen, sei «wahrlich ein Privileg» gewesen, sagte Dylan.

Jubiläum und Überwindung

Im neuen Jahr feiern die Scorpions ihr 50-Jahr-Jubiläum. Dazu gehen die Hardrocker auf Welttournee, ein neues Album namens «Return To Forever» gibt es ab 20. Februar obendrauf. Zuletzt haben Klaus Meine & Co. mit ihrer Live-Platte «MTV Unplugged» Gold-Status erreicht – zum insgesamt 15. Mal.

Genau eine Woche später bringt Noel Gallagher die zweite Platte seiner Post-Oasis-Ära heraus: «Chasing Yesterday» wird sie heissen. Obwohl er nach eigener Aussage Kollaborationen hasst, hat er sich für die Single «Ballad of the Mighty I» den ehemaligen The-Smiths-Gitarristen Johnny Marr ins Studio geholt. Wie viel Britpop steckt noch in Gallagher? Man darf gespannt sein.

Mit dem Sommerhit «Wake Me Up» und seinem Top-Ten-Debüt «True» war der schwedische DJ Avicii im Jahr 2013 richtig durchgestartet. Für den 2015 erwarteten Album-Nachfolger «Stories» hat er sich Jon Bon Jovi, Chris Martin von Coldplay und Wyclef Jean ins Studio geholt. Einen Vorgeschmack bietet die Single «The Days» mit Robbie Williams.

Moroder und Cooper

Nach seinen jüngsten Arbeiten mit Daft Punk, Lady Gaga oder Coldplay kommt der italienische Produzent Giorgio Moroder im Frühjahr mit dem ersten Studioalbum seit 30 Jahren zurück. Das US-Magazin «Billboard» beruft sich dabei auf die Plattenfirma. Der 74-jährige Disco-Pionier hat sich unter anderem Britney Spears und Kylie Minogue ins Studio eingeladen. Der erste Vorbote ist die Single «74 Is the New 24». 2015 steht zudem eine neue Platte des «Godfather of Shock Rock» an. Alice Cooper will für sein erstes Cover-Album Songs verstorbener Kumpels wie Jim Morrison, Jimi Hendrix und Harry Nilsson neu aufnehmen. «Lass uns ein Album über die Hollywood-Vampire machen, unseren Trinkerclub», hat er seinem Produzenten gesagt. Der habe die Idee geliebt, verrät Cooper dem Internet-Musikmagazin «Vanyaland».

Gerüchteküche brodelt

Vor zehn Jahren reichten mit «Up The Bracket» und «The Libertines» zwei chaotisch hingerotzte Alben aus, um The Libertines zu einer der einflussreichsten Rockbands der Nullerjahre zu machen. Was folgte, ist bekannt: Pete Doherty, das Koks, der Bruch. Derzeit stehen er und Kumpel Carl Barât wieder regelmässig gemeinsam auf der Bühne. Neues Material der Briten, meint Barât, soll wohl 2015 kommen. Lange nichts mehr von Björk gehört! Das wird sich im neuen Jahr sicher ändern. Nicht nur, dass die isländische Künstlerin ab März mit einer Retrospektive im New Yorker Museum of Modern Art geehrt wird. Es steht wohl auch der Nachfolger des 2011er-Albums «Biophilia» an – wenn man einen kleinen Hinweis auf ihrer Facebook-Seite richtig deutet.

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