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VW bleibt beliebteste Marke

Der Bündner Autohandel fährt in stabilen Bahnen. Bei 6731 neu immatrikulierten Personenwagen hatte VW 2014 erneut die Nase vor, gefolgt von Skoda und Suzuki. Die Allradler erreichten ein Allzeithoch von 73,8 Prozent.

Südostschweiz
07.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Hanspeter Rennhard

Chur. – Ganz zufrieden dürften die Bündner Autohändler aber doch nicht sein, ging doch der PW-Handel um 2,8 Prozent zurück. Trotzdem handelt es sich beim 2014er-Ergebnis um das achtbeste der letzten 20 Jahre.

Der neuerliche Sieg von VW ist dieses Jahr recht klar ausgefallen, die Wolfsburger Marke liegt exakt 100 Fahrzeuge vor Skoda und 300 Einheiten vor Suzuki. Damit hat VW die Nase seit dem Einsetzen der Massenmotorisierung (1948) zum 62. Mal vorn. Bei den weiteren Podestplätzen gab es ebenfalls keine Veränderung. Skoda lag im Frühjahr 2014 leicht in Front, musste sich aber schlussendlich mit dem Ehrenplatz begnügen. Sowohl VW wie Skoda konnten im leicht gesunkenen Gesamtmarkt etwas zulegen.

BMW dominiert Premium-Klasse

Die bayerische Marke BMW blickt (auch gesamtschweizerisch) auf ein sehr starkes Jahr 2014 zurück und hat in Graubünden den vierten Platz stark gefestigt. Audi, vor drei Jahren noch auf Rang 4 liegend, ist auf Rang 6 zurückgefallen. Dies, weil Mercedes-Benz bei 483 Verkäufen fast 14 Prozent zugelegt hat. Somit ist BMW der klare Premium-Sieger.

Die Zeiten, wo man in Graubünden noch vom Subaru-Land sprach, scheinen vorbei zu sein. Zwar konnte der japanische Allrad-Pionier den siebenten Rang halten, doch ist der Rückgang bei noch 255 Verkäufen mit 34 Prozent sehr markant ausgefallen. Gegenüber 2013 sind Volvo und Fiat aus den Top Ten gefallen, dafür kehrten Toyota und Dacia unter die zehn Besten zurück. Von den französischen Anbietern mussten Peugeot und Renault Rückschläge hinnehmen, hingegen konnte Citroën etwas zulegen. Die Verkäufe und Platzierungen ab den Top Ten zeigen gegenüber dem Vorjahr markante Unterschiede: 11. Seat (Vorjahr 151). 12. Volvo 159 (201). 13. Opel 142 (166). 14. Mitsubishi 136 (144). 15. Fiat 134 (197). 16. Chrysler/Jeep 126 (75). 17. Hyundai 117 (121). 18. Renault 109 (134). 19. Peugeot 106 (149) und Mini 106 (106).

Erneut ein 4x4-Rekord

Der diesjährige Winter kam spät und setzte in unserer Region kurz vor dem Jahreswechsel mit ordentlichen Schneefällen ein. Ganz nach dem Gefallen der 4965 Allrad-Käufer. Entschieden sich in Graubünden 2013 noch 70,8 Prozent für einen 4x4, so stieg dieser Prozentsatz im abgelaufenen Jahr nochmals auf sagenhafte 73,8 Prozent an. Damit wird Graubünden noch mehr zum «Allrad-Weltmeister».

Noch ein Blick auf die leichten Nutzfahrzeuge (bis 3,5 Tonnen). Total wurden 2014 823 neue Leichtlaster auf die Bündner Strassen entlassen, 2012 waren es 828 dieser Nutzfahrzeuge. Auch hier dominierte VW mit 293 Verkäufen (35,6 Prozent Marktanteil) klar. Auf den weiteren Plätzen folgen Mercedes-Benz 102 (101), Ford 76 (90), Toyota 75 (45) und Renault (50 (70). Insgesamt lag der Allrad-Anteil bei den Leichtlastern bei gut 58 Prozent.

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