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Von der «EX» direkt ins Kloster

In Disentis hat dieses Wochenende reger Betrieb geherrscht. Nicht nur die Handels- und Gewerbemesse «EX14» lockte viele Besucher an, auch die erstmals offenen Türen des neuen Kloster-Restaurants reizten viele Menschen zu einem Besuch.

Südostschweiz
27.10.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Sabrina Bundi

Paul Duff ist zufrieden mit der gestern zu Ende gegangenen, zehnten Ausführung der «EX» in Disentis. Er, der Kopf des Organisationskomitees der Handels- und Gewerbemesse, hat bis zu 8000 Besucher zählen können – etwa so viele, wie das Komitee sich zum Ziel gesetzt hatte. «Wir sind sehr zufrieden mit der Anzahl Gäste und auch der Betrieb hat reibungslos funktioniert», zieht Duff Bilanz. Da die «EX14» in diesem Jahr nur drei anstatt vier Tage gedauert hat, erkundigte sich Duff immer wieder bei den rund 90 Ausstellern nach ihrem Befinden, wenn diese denn Zeit für ihn fanden: «Die Frequenzen sind viel besser, wenn die Messe nur drei Tage dauert. Die Aussteller sind auch zufriedener mit drei Tagen, wie sie mir gesagt haben. So haben sie keine allzu langen Lücken zwischen den Besucherströmen und können auch den Betrieb ihrer Firma besser regeln», so Duff.

Auch das Rahmenprogramm sei durchwegs gut besucht worden: «Heute haben wir die ‘EX’ mit einem Konzert der Kinderchöre Sumvitg und Surselva eröffnet und anschliessend fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Grossraubtiere statt, was ebenfalls viele Interessenten anzog.» Geleitet wurde die Diskussion vom Amt für Jagd und Fischerei, das an der «EX14» mit einer Sonderausstellung inklusive ausgestopftem, beeindruckendem Wolf zugegen war. Duff fügt aber gleich hinzu: «Natürlich waren auch das Kabaretprogramm mit der Gruppe DaMa&Co und die Konzerte am Freitagabend sehr gut und erfolgreich.» Er könne sich gar nicht entscheiden, was das Highlight gewesen sei und sagt deshalb ganz einfach: «Alles, alles war gut.» Hervorheben möchte Duff aber doch noch die gute Zusammenarbeit mit den Disentiser Unternehmen «Distec» und «Zai» sowie mit dem Benediktinerkloster: «Auch sie haben am vergangenen Wochenende die Türen für die Gäste geöffnet und mit einem Shuttlebus haben wir viele Besucher hin und her transportiert.»

Offene Klostertüren

Das Kloster hat nicht nur die Pforte geöffnet, sondern sogar einen Trakt öffentlich gemacht, den vor Jahren einzig Ordensangehörige betreten durften. Von der Pforte bis zur Klosterkirche steht der Weg nun aber jedem offen, der sich dort bewegen möchte – an 365 Tagen im Jahr: «Zwischen der Klausur und heute war der Durchgang allerdings noch halböffentlich. Die Gäste mussten sich dann einfach an der Pforte melden», klärt Andreas Prokesch, Presseverantwortlicher des Klosters, auf.

Die Gäste genossen das Kloster-Flair. «Das Wochenende ist sehr sehr gut gelaufen und es sind mehr Leute gekommen, als erhofft», informiert Prokesch und ergänzt glücklich: «aber alle sind auf ihre Kosten gekommen.» Die Besucher hätten sehr grosses Interesse gezeigt, nicht nur für das neue, eigene Restaurant «Stiva S. Placi», das in Zukunft vor allem Pilger, Seminargäste und Touristen mit einfachen Gerichten und hausgemachten Spezialitäten wie Bier, Brot und Wurst verköstigen soll, sondern auch für die renovierungsbedürftige Kirche.

Nicht nur viel Einheimische, auch zahlreiche Personen aus dem Unterland hätten das Kloster am Wochenende besucht: «Viele haben den ‘Schweiz-Aktuell’-Beitrag gesehen und wollten sich die Kirche und das Kloster im Original anschauen», so Prokesch. Einige Gäste werden wohl auch noch ein zweites Mal das Kloster besuchen: «Unser Angebot ‘Kloster auf Zeit’ hatte auch ein paar Interessenten.»

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