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Viel Bewegung in Aachen um Hans-Dieter Dreher

Der arrivierte Schweizer Springreiter Beat Mändli ist gestern in Aachen mit Magnus Romeo nicht zurechtgekommen. Er trat den Hengst an den Deutschen Hans-Dieter Dreher ab. Der harmonierte auf Anhieb mit dem Pferd.

Südostschweiz
16.07.11 - 02:00 Uhr

Von Peter Wyrsch

Reiten. – Hinter dem Spanier Sergio Alvarez Moya auf dem schnellen Wisconsin belegte Hans-Dieter Dreher, der 39-jährige Gestütsleiter des Stalls Grenzland in Eimeldingen am Rhein, mit Magnus Romeo den zweiten Platz im Preis von Nordrhein-Westfalen. 27 500 Zuschauer im Springstadion staunten beim gestrigen Hauptevent über Dreher und den sprunggewal- tigen Argentinier Magnus Romeo. Der zweifache Familienvater aus Eimeldingen nahe der Schweizer Grenze bei Basel weiss mit dem eigenwilligen Hengst umzugehen. «Ich kannte das Pferd von der Hengststation her. Beat Mändli schlug mich als sein Nachfolger im Sattel vor. Ich reite nun Magnus Romeo intensiv seit drei Monaten. Wir verstanden uns auf Anhieb.»

Hengst in Schweizer Besitz

Der zehnjährige Deckhengst, der im Besitz des Thurgauers Paul Bücheler und des Baslers Stefan Stamm ist, kam zunächst in den Beritt von Clarissa Crotta. «Er braucht eine ruhige, starke Hand», ist Dreher überzeugt. Der Überraschungsmann in der Soers ist seit 14 Jahren beim Basler Hans Brändlin angestellt ist, figuriert in keinem (deutschen) Kader und bestritt bislang vor allem nationale Turniere in Grenznähe. «Es war für mich schon eine Ehre, nach Aachen eingeladen zu werden. Jetzt konnte ich meinen GP-Sieg mit Magnus Romeo von Pioltello und meinen Erfolg im Schlusspringen an den deutschen Meisterschaften bestätigen. Als Belohnung darf Dreher nach seinem vierten Streich in Aachen zum Nationenpreis am CSIO Bratislava.

Schwizer und Guerdat im GP

Die Schweizer Springreiter Pius Schwizer (18.) und Steve Guerdat (37.) ritten um den Sieg im Grossen Preis von Nordrhein-Westfalen nicht mit. Vorjahresgewinner Steve Guerdat scheiterte mit Come on Girl dreimal, Pius Schwizer ärgerte sich über ein Missgeschick am ersten (!) Hindernis. «Schon auf dem Abreiteplatz patzte er. Ich fasste Ulysse wohl zu hart an. Er ist ein schwieriges Pferd und enorm sensibel. Beim Start hat er mich hängen lassen und bestraft.»

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