Unteriberger ?wurde 25.
ski alpin Travis Ganong hat die Weltcup-Abfahrt in Santa Caterina (It) gewonnen. Für Schweizer Lichtblicke sorgten Ralph Weber und Didier?Défago.
ski alpin Travis Ganong hat die Weltcup-Abfahrt in Santa Caterina (It) gewonnen. Für Schweizer Lichtblicke sorgten Ralph Weber und Didier?Défago.
ski alpin red. An der gestrigen Abfahrt in Santa Caterina sorgte ein Schwyzer für Aufsehen: Der Unteriberger Urs Kryenbühl fuhr an seiner Weltcup-Premiere auf den 25. Rang. Dies schaffte er, nachdem er mit der Startnummer 51 ins Rennen gegangen war. Nach diesem Exploit liegt der Schwyzer nun an 118. Stelle in der Gesamt-Weltcup-Wertung.
si. Im März 2012 war Weber Junioren-Weltmeister im Super-G und Zweiter in der Abfahrt geworden, und im Europacup hatte er im vorletzten Winter die Abfahrts-Wertung für sich entschieden. Im Weltcup tat sich der 21-jährige Ostschweizer bislang aber schwer. Zu Punkten hatte es ihm noch nie gereicht. In Santa Caterina aber, auf der wegen starken Windes im obersten Teil verkürzten Strecke «Deborah Compagnoni», packte Weber seine Chance.
Schwerarbeiter Weber
Für sein mit Abstand bestes Ergebnis im Weltcup hatte Weber Schwerarbeit zu verrichten. Seine erste Fahrt mit der Nummer 34 musste er nach rund 50 Sekunden unterbrechen, nachdem der vor ihm gestartete Kanadier Tyler Werry gestürzt war. Der zweite Versuch gelang ihm dann vorzüglich. Der zusätzliche Kraftverschleiss vermochte ihm ebenso wenig anzuhaben wie die Begleitumstände, die der zweite Anlauf mit sich brachte. Weber musste mit der Gondel wieder hochfahren und den Weg zum Starthaus mit den Rennski hinter sich bringen. Für eine neuerliche Präparierung der Ski reichte die Zeit selbstredend nicht mehr. «Ich hatte gewusst, dass es schwierig werden würde. Deshalb gab es für mich nur noch die Devise ‹alles oder nichts›», berichtete der Athlet aus Gossau. Défago war drei Hundertstel schneller als Weber. Der mittlerweile 37 Jahre alte Walliser hat sich natürlich mehr erhofft als Platz 9, sieht sich aber gleichwohl auf einem guten Weg. «Die Konstanz kehrt nun auch in der Abfahrt zurück», sagte der zweifache Familienvater. Patrick Küng, als Nummer 1 im Schweizer Team in den WM-Winter gestartet, kommt nach wie vor nicht wie gewünscht auf Touren. Nach drei Ausfällen bei den letzten vier Starts musste sich der Glarner mit Platz 21 bescheiden. Marc Berthod und Beat Feuz schieden aus.
Nur eine Frage der Zeit
Der Name Travis Ganong ist ausserhalb des Weltcup-Zirkus erst wenigen ein Begriff. Sein Sieg kommt trotzdem nicht überraschend. Seit er als Siebenter im Januar in Kitzbühel sein Bestresultat egalisiert hatte, klassierte sich Ganong in den folgenden sieben Abfahrten fünfmal in den ersten sechs, bei den Olympischen Spielen in Sotschi wurde er Fünfter. «Ich wusste, dass der erste Sieg nur eine Frage der Zeit ist, wenn einmal alles zusammenpasst. Und heute war so ein Tag.» Das Selbstvertrauen hatte sich Ganong mit konstant guten Leistungen in der Saisonvorbereitung geholt.
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