Unschönes Davoser Déjà-vu zum Schluss
Eishockey Zwölf Monate nach dem 4:5 gegen ZSKA Moskau wurde der HCD wieder im Penaltyschiessen gestoppt. 3:4 unterlag Davos Salawat Ufa.
Eishockey Zwölf Monate nach dem 4:5 gegen ZSKA Moskau wurde der HCD wieder im Penaltyschiessen gestoppt. 3:4 unterlag Davos Salawat Ufa.
Telegramm
Davos – Ufa 3:4 (2:0, 0:1, 1:2, 0:0) n.P
6300 Zuschauer (ausverkauft). – SR Nicholson (Ka)/Wiegand, Fluri/Tscherrig. – Tore: 5. Danielsson (Persson) 1:0. 14. Paulsson (Lindgren/Ausschluss Lekomsew) 2:0. 28. Pankow (Kaigorodow) 2:1. 42. Slepyschjew (Kaigorodow/Ausschlüsse Marc Wieser, Dino Wieser; Tolpeko) 2:2. 50. Chlystow (Golowanow, Subarjew) 2:3. 53. Danielsson (Axelsson, Persson/Ausschluss Slepyschjew) 3:3. – Strafen: 7-mal 2 plus 5 Minuten (Du Bois) plus Spieldauer gegen den HCD, 8-mal 2 plus 5 Minuten (Slepyschjew) plus Spieldauer gegen Salawat. – Davos: Genoni; Du Bois, Reto von Arx; Schneeberger, Forster; Fransson, Koistinen; Guerra, Paschoud; Ambühl, Corvi, Dino Wieser; Lindgren, Paulsson, Marc Wieser; Axelsson, Persson, Danielsson; Simion, Walser, Hofmann. – Ufa: Irving; Heikkinen, Kulda; Wasilewski, Kutusow; Subarjew, Wischnewski; Lekomsew; Hartikainen, Gluchow, Slepyschjew; Golowanow, Chlystow; Dubrowski; Skatschkow, Kaigorodow, Pihlström; Semin, Mereskin, Tolpeko; Pankow.
si. Vor zwei Jahren war Ufa primär wegen seiner defensiven Nonchalance bereits im Vorprogramm an den Bündnern gescheitert, diese Geschichte wiederholte sich nicht. Stattdessen inszenierte Salawat zunächst die imposante Wende vom 0:2 zur 3:2-Führung und verkraftete selbst den späten Ausgleich Danielssons (53.). Im sechsten Shootout dieser Saison ermöglichte der Finne Hartikainen mit seinem goldenen Tor den zweiten Erfolg. Ufa entpuppte sich in den letzten Tagen als Equipe, die offenkundig über eine gewisse Leidensfähigkeit verfügt. Trotz vier Partien in Serie und wochenlangen Querelen auf Vorstandsebene mobilisierten die stolzen Baschkiren über Umwege alle verfügbaren Kräfte, um zum zweiten Mal seit 2007 ins Endspiel vorzustossen.
«Selber schuld»
Dem HCD hingegen entglitt auf ärgerliche Weise die Chance, den 16. Triumph beim Heimturnier anzupeilen. Arno Del Curto äusserte sich zum Out nur gegenüber dem TV: «Wir sind selber schuld.» Nach dem perfekten Auftakt hätten sie um ein paar Prozente nachgelassen. «In der Meisterschaft gewinnt man dann halt 5:4 statt 5:1. Gegen einen solchen Gegner kann man sich das aber natürlich nicht leisten.» Der Coach, der nicht nur «Starkstrom» predigt, sondern auch vorlebt, stört sich seit geraumer Zeit an den Leistungseinbussen während der Spiele. «Schon seit ein paar Wochen passiert es uns immer wieder, dass wir nicht durchziehen.» Das sei wohl menschlich, vermutet er: «Es läuft uns zu gut.»
Tempo- und Kontrollverlust
Auf den finalen Frust deutete am Anfang nichts hin. Im ersten Drittel hatte der HCD seine Anhänger mit hoher Hockey-Kunst in einem atemberaubenden Tempo entzückt. Er zelebrierte den Sport exakt in jenem Highspeed-Modus, der Arno Del Curto seit Jahren vorschwebt. Die Vorstellung dürfte beim Taktgeber Glücksgefühle ausgelöst haben. Der HCD kam dem Wunschszenario des Trainers phasenweise sehr nahe.
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