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Über Weihnachten im Spital

Schwyz Auch an Weihnachten sind die Betten im Spital Schwyz besetzt. Angestellte erzählen, wie sie die Festtage erleben und worüber sich Patienten am meisten freuen.

Südostschweiz
24.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Sandrine Hedinger

Weihnachten verbringt die Mehrheit am liebsten zu Hause im Kreise der Familie. Doch manche trifft das Los, und sie müssen während der Festtage das Spitalbett hüten. «Um den Patienten eine Freude zu bereiten, ihnen eine schöne Zeit zu bescheren und das Weihnachtsgefühl auch in den Spital zu bringen, organisiert das Spital Schwyz seit 2005 jährlich eine Weihnachtsfeier», erzählt Direktionssekretärin Michaela Fassbind. Diese werde von Seelsorgern und der Ärzteschaft mitgestaltet. «Es werden festliche Musik gespielt und zusammen Weihnachtslieder gesungen», so Fassbind. Als Engeli verkleidete Kinder von Mitarbeitenden tragen Weihnachtsgedichte vor und bringen allen Patienten und Patientinnen ein kleines Geschenk vorbei.

Besuch von Angehörigen

Patricia Arnold, dipl. Pflegefachfrau, hat bereits zweimal über die Weihnachtstage gearbeitet. «Am meisten freuen sich unsere Patienten jeweils über Besuch von Angehörigen und Bekannten», erzählt sie. Umso grösser sei die Enttäuschung, wenn ein erhoffter oder angekündigter Besuch nicht wahrgenommen werde, fügt Anna Rita Baciocchi, Room Service/Hotellerie, an. «Dann fühlen sie sich vergessen.» Doch die Angestellten tragen mit ihrem Einsatz viel dazu bei, dass die Weihnachtstage auch im Spital zu schönen Tagen werden. Dafür verzichten sie auch auf ihre eigene Feier zuhause: «Das kann ich ja nach meinem Dienst noch», berichtet Patricia Arnold. Während der Arbeit zählt für sie, den Menschen Unterstützung anzubieten und zu versuchen, ihnen zu helfen.

Briefe von Patienten

Zur Weihnachtsstimmung im Spital gehört natürlich auch das passende Menu. Dafür ist unter anderem Nicole Briker, Diätköchin, zuständig: «Meine konkrete Aufgabe während der Feier ist es, die Zubereitung von Mahlzeiten für Patientinnen und Patienten mit einem diätetischen Hintergrund fachgerecht und gleichwertig zuzubereiten und zu präsentieren.»

Für sie sind die schönsten Erlebnisse an Weihnachten im Spital die persönlichen Worte, Briefe oder Kärtchen von Patienten. «Darin drücken sie ihre Dankbarkeit für unsere Arbeit aus. Das zeigt, dass sie diese nicht als selbstverständlich betrachten.» Auch Anna Rita Baciocchi schätzt in diesen Tagen den Kontakt zu Patienten ganz besonders. «Zu meinen schönsten Erlebnissen zählen jeweils die persönlichen Weihnachtsgeschichten von älteren Patienten.» Ein persönliches Wort sei wichtig – dafür versuchen sich die Mitarbeitenden so viel Zeit wie möglich zu nehmen. Doch das Allerschönste in dieser Zeit sei natürlich eine gute Diagnose vom Arzt. «Wenn Patienten noch an?diesem Tag nach Hause können oder zumindest Bescheid erhalten, dass eine Entlassung bald in Betracht gezogen werden kann», freut sich Anna Rita Baciocchi.

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