×

Trotz Eistagen wurde 2014 zum wärmsten Jahr

Wetter 2014 war das Jahr der Witterungsextreme: Es mauserte sich trotz fehlendem Sommer und zwei Eis­tagen zum Jahresende zum wärmsten Jahr.

Südostschweiz
03.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Ernst Immoos

Das Jahr 2014 war zu warm und zu nass und verabschiedete sich ohne eigentlichen Sommer. Erst die letzten Tage im Jahr sorgten für zwei Eistage im Talkessel von Schwyz (ein weiterer Eistag folgte am 1. Januar 2015). Trotz den unangenehmen Wettereinflüssen ging das Jahr 2014 mit überdurchschnittlicher Wärme und in vielen Orten als wärmstes seit Messbeginn vor 150 Jahren in die Annalen ein. Dies vor allem in den Föhngebieten, zu denen auch wir zählen.

Eistage veränderten nichts

Trotz der Mini-Kältewelle von Ende Jahr schliesst der Dezember mit einem deutlichen Temperaturüberschuss von verbreitet einem bis stellenweise über zwei Grad ab. Ein Vergleich lässt sich da abschliessend im Schwyzer Talkessel mit dem Vorjahresmonat Dezember ziehen. Die mittlere Temperatur lag mit 3,2 Grad um 2,1 Grad höher als im Dezember 2013.

2014 mit Weltrekorden

MeteoNews fasst das Jahr 2014 als einen Spitzenreiter der Weltrekorde zusammen: «Auf den ersten Blick zeigen die Durchschnittswerte für das Jahr 2014 lediglich, dass es im Vergleich mit dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 überall ein Grad zu warm war. Damit positioniert sich das Jahr direkt vor 2011 auf Platz eins der wärmsten Jahre seit Messbeginn.»

MeteoNews ortet übers ganze Jahr verteilt etliche Rekorde. Der Winter 2013/14 – mit viel Föhn in den Alpentälern – war verbreitet ein bis zwei Grad zu warm und etwas zu trocken. Auf einen durchschnittlichen Frühling folgte ein Sommer, der niemanden ins Schwitzen brachte. Der trübe und zu kühle Sommer machte mit riesigen Niederschlagsmengen und rund 40 Prozent weniger Sonnenstunden auf sich aufmerksam. Eine Aufholjagd starteten dann der Herbst und der Vorwinter. Im September und Oktober gab es verbreitet zwei bis vier Grad Wärmeüberschuss.

Ebenfalls der Dezember startete zu mild und zu trocken. Das erlösende Weiss für die Wintersportgebiete folgte dann aber doch noch zum Jahresende mit einem massiven Wintereinbruch und Eistagen.

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Zeitung MEHR