«Tanzen ist die beste Bewegungsart»
Sie erlernte den Beruf der medizinischen Praxisassistentin und arbeitet heute noch in Teilzeit auf ihm. Priska Landolt ist auch Mutter von zwei Kindern, und sie hat ein grosses Hobby: die Damenriege Kaltbrunn. Diese leitet sie seit sieben Jahren.
Sie erlernte den Beruf der medizinischen Praxisassistentin und arbeitet heute noch in Teilzeit auf ihm. Priska Landolt ist auch Mutter von zwei Kindern, und sie hat ein grosses Hobby: die Damenriege Kaltbrunn. Diese leitet sie seit sieben Jahren.
Von Markus Timo Rüegg
Kaltbrunn. – Sportliche Betätigungen sind im Leben von Priska Landolt eine wichtige Komponente. «Seit ich fünf Jahre alt bin, gehe ich jeden Montag ins Turnen. Zuerst war es die Mädchenriege, die damals meine Mutter leitete, danach die Töchterriege, und aktuell ist es die Damenriege», erklärt die fröhliche Kaltbrunnerin beim Gesprächstermin in ihrem Zuhause an der Hofstrasse.
Seit 20 Jahren ist sie Leiterin. Erst in der Töchterriege, und seit sieben Jahren in der Damenriege. Aber nicht nur diese hat für sie eine Bedeutung. Seit 1998 bildet sie sich regelmässig als Instruktorin weiter. So etwa in den Bereichen Aerobic, Step, Toning, Beckenboden, Swinn oder Pilates.
Prächtige Kostüme
«Und seit diesem März bin ich auch noch Everdance-Kursleiterin. Das ist Solotanzen für Senioren. Tanzen ist die beste Art, sich zu bewegen. Zudem fördert es das Gleichgewicht und die Stabilität, was gerade bei älteren Leuten sehr wichtig ist.» Priska wuchs mit den Schwestern Iris und Doris bei den Eltern Albert und Martha Keller an der Hofstrasse auf.
«Der Vater meiner Mutter starb, als sie sechs Jahre alt war. Sie war im Restaurant Bahnhof das älteste von fünf Kindern und durfte keinen Beruf erlernen, weil sie sich um die Geschwister kümmern und im Restaurant mithelfen musste. Ihre Geschichte macht mir heute noch Eindruck.»
Ihre Mutter war es auch, die ihr die Fasnacht schmackhaft machte. «Sie nähte für uns prächtige Kostüme. Wir erhielten dafür etliche Preise an den Maskenbällen. Auch heute noch nähen wir für den Schmudo eigene Kleider und gehen zusammen mit der ganzen Familie an die Fasnacht.»
In der Schulzeit hielt sie sich oft auf dem Bauernhof von Hans Rüegg auf, dessen Sohn Adrian ihr liebster Kamerad war. Speziell in Erinnerung hat sie auch die Sommerferien mit den Familien von Onkel Max und Onkel Rolf. «Wir machten Campingferien in Italien, Sardinien und Korsika. Uns wurde es dabei nie langweilig. Der Zusammenhalt war gross, wir spielten bis in die Nacht hinein und machten bei den Animationen mit.»
Norden im Visier
Nach dem Schulabschluss war sie als Schwestern-Hilfe auf der Geriatrie im Spital Linth, um ihre Ausbildung als MPA zu finanzieren. «Damals musste man eine Privatschule in St. Gallen besuchen.» Nach der Ausbildung arbeitete sie zwölf Jahre lang bei Dr. Regula Mettler in Reichenburg. Ab 1996, nach der Geburt von Tochter Jessica, noch in einem Teilpensum. «Seit 2007 bin ich mit einem 40-Prozent-Pensum bei Dr. Jürgen Dame, wo ich auch für die Buchhaltung und die Lohnabrechnungen zuständig bin.»
Und seit 2008 führt sie als Bereichsleiterin im Physiovital Kaltbrunn die Kurse im Group-Fitness-Bereich und gibt fünf Lektionen pro Woche.
Ihr Ehemann Fleur war schon in der Sekundarschulzeit ihre erste grosse Liebe. «Geheiratet haben wir 1995.» Sport und Musik sind in der Familie Landolt ständige Wegbegleiter. «Wir sind eine aktive Familie. Daher geniesse ich die Stunden, während denen auch einmal nichts läuft.» Priska Landolt freut sich auf die Zeit, in der die Kinder «flügge» werden. «Dann möchte ich mit Fleur mehrere Monate den faszinierenden Norden bereisen.»
Bis es soweit ist, bleibt sie der Damenriege als Leiterin sicher erhalten. «Der Zusammenhalt bei uns ist grandios. Das hat sich am Turnfest in Biel wieder gezeigt. Trotz stürmischer Naturgewalt, durch die es leider Schwerverletzte gab, bin ich über die Superleistung mit einem 4. Rang bei den Aktiven glücklich. Damit wurden all unsere Erwartungen übertroffen!»
Das Mittel zum Erfolg sei gesunder Ehrgeiz, aber ja keine Verbissenheit, analysiert sie. Gilt dies auch für ihren Instruktorinnen-Job bei Physiovital in Kaltbrunn? «Ja. Absolut. Ich bin mit Leib und Seele Instruktorin und versuche, den Kursteilnehmern neben der Sache immer auch Spass zu vermitteln. Das ist mir wichtig.»
Geburtsdatum: 18. November 1972
Sternzeichen: Skorpion
Aszendent: Sonnenschein
Wohnort: Kaltbrunn
Heimatort: Näfels
Zivilstand: Verheiratet, Kinder Jessica (17) und Yanick (15)
Hobbys: Tanzen, Wandern, Lesen, Gemütlichkeit, Turnverein
Lieblingsgetränk: Wasser, Cola Zero
Lieblingsessen: Fleisch und Salate
Stärke: Geduld und Fröhlichkeit
Schwäche: Schoggi, Gummibärli
Meine Musik: Tanzmusik
Mein Auto: Volvo
Mein Lebensmotto: Miteinander geht es besser
Mein Lieblingsplatz: Mit einem Glas Wein auf der Terrasse
Mein Morgenritual: Einen halben Liter Wasser trinken
Mein aktuelles Buch: «Im Schatten des Kauribaums» von Sarah Lark
Mit meinem letzten Geld: Würde ich jemandem eine Freude bereiten
Meine Gemeinde Kaltbrunn: Hat ein intaktes Vereinsleben
Männer: Sind anders
Frauen: Auch
Lieblingszahl: 8722
Lieblingsfarbe: Rosa
Traum: Die Welt bereisen
Alptraum: Die Familie zu verlieren
Nächstes Ferienreiseziel: Jesolo (I)
Kaltbrunn. – Mit 16 Jahren ging Priska mit ihrem Schulschatz Fleur (ihr heutiger Mann) in einen Rock’n’Roll-Tanzkurs im Flip-Flap Club Rüti. «Danach blieben wir ‘hängen’ und tanzten während fünf Jahren aktiv mit der Show-Gruppe ‘The Cadillacs’ mit. Es war eine schöne Zeit, und wir konnten tolle Erfolge feiern, so etwa den Schweizer-Meister-Titel 1993 im Boogie-Woogie-Formationstanz», erklärt Landolt.
Im nächsten Wunschgespräch folgt Janine Vonlanthen, Servicefachfrau aus Uznach. (mtr)
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