Stolper-, Sturz- und Skiunfälle – Suva kämpft an allen Fronten
Mehr als jeder fünfte Skiunfall der jährlichen 34?500 Unfälle endet mit einem Knochenbruch. Dies sagt eine Statistik aller Schweizer Unfallversicherer.
Mehr als jeder fünfte Skiunfall der jährlichen 34?500 Unfälle endet mit einem Knochenbruch. Dies sagt eine Statistik aller Schweizer Unfallversicherer.
Mehr als jeder fünfte Skiunfall der jährlichen 34 500 Unfälle endet mit einem Knochenbruch. Dies sagt eine Statistik aller Schweizer Unfallversicherer. Vor zehn Jahren seien es noch deutlich weniger gewesen.
«Wenn der Schnee hart ist, also etwa viel Kunstschnee liegt, und man dann stürzt, stürzt man härter», sagt Samuel Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport der Suva. Zudem seien viele Fahrer mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs.
Die Suva will dem nun mit einem Präventionsstand entgegenwirken. Morgen Donnerstag, 29. Januar, gastiert dieser im Skigebiet in Braunwald. An einer Risikowaage können die Schneesportler symbolisch die Herausforderung auf der Piste mit ihrem Können ins Gleichgewicht bringen.
«Jeder kann seine Fahrweise auf der Piste so anpassen, dass er sich nicht überfordert. Und wenn man sich nicht überfordert, hat man auch mehr Spass», so Aegerter.
Im Schneesport lasse sich das Können – dazu gehört zum Beispiel das technische Niveau – nur über eine längere Zeitspanne verbessern. Anders sehe es aber bei der Herausforderung aus. Etwa die Pistenwahl oder die Fahrweise könne sofort geändert werden.
Übrigens handelt sich bei den 34 500 Skiunfällen – mit Folgekosten von 255 Millionen Franken – nur um die Unfälle der Erwerbstätigen. Insgesamt verunfallen laut Suva durchschnittlich 65 000 Personen pro Jahr.
Für weit mehr Unfälle als Schneesportler sorgen aber Fussgänger. Gleich 310 000 verletzen sich jedes Jahr bei einem Sturz- oder Stolperunfall. «Stolpern und Stürzen ist die häufigste Unfallursache in der Schweiz», sagt Erwin von Moos, Kampagnenleiter von stolpern.ch bei der Suva. Es verletzten sich gar mehr Personen bei solchen Unfällen als bei Autounfällen. «Besonders in den Wintermonaten steigt die Gefahr rapide an», heisst es in einer Medienmitteilung der Suva. Obwohl sich im Sommer die Menschen viel mehr bewegen, ist die Chance eines Sturzes prozentual kleiner. Eine paradoxe Situation, wie Erwin von Moos sagt.
Die erhöhte Gefahr im Winter hänge von vielen Faktoren ab, so Erwin von Moos. «Falsches Schuhwerk, Nässe, Glatteis oder vereiste Treppen sind die häufigsten Gründe.» Zudem seien die Lichtverhältnisse schlechter, man sehe die Stolpergefahren weniger gut. Mit einfachen Tricks kann man aber Stürze verhindern (siehe Box).
Sehr viele Unfälle geschehen auch vor der eigenen Haustüre, wie die Suva schreibt. «Ich empfehle allen Hauseigentümern, sich rechtzeitig auf Schneefall einzustellen», sagt von Moos. Was im Glarnerland bedeutet, dass man schon bereit sein sollte.
Alle Maschinen für die Schneeräumung müssten auf Mängel überprüft werden und Hilfsmittel wie Salz oder Split vorhanden sein. Und von Moos nimmt die Eigentümer in die Mitverantwortung: «Diese können viel dazu beitragen, dass es zu weniger Stolper- und Sturzunfällen kommt.»
310
Tausend
So viele Personen sich laut der Versicherungsanstalt Suva pro Jahr durch einen
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.