Spitzenreiter Bern verliert in Lausanne
Dem SC Bern ist der Start ins neue Jahr missglückt. Der NLA-Leader unterlag gestern Lausanne nach Penaltyschiessen 2:3. Lugano siegte in Freiburg 1:0, Zug in Biel 6:3, und die ZSC Lions setzten sich gegen Ambri mit 3:1 durch.
Dem SC Bern ist der Start ins neue Jahr missglückt. Der NLA-Leader unterlag gestern Lausanne nach Penaltyschiessen 2:3. Lugano siegte in Freiburg 1:0, Zug in Biel 6:3, und die ZSC Lions setzten sich gegen Ambri mit 3:1 durch.
Eishockey. – Der Lausanner Matchwinner hiess Ossi Louhivaara. Der Finne erzielte in der 5. Minute im Powerplay zuerst den Führungstreffer für die Waadtländer, dann verwertete der Post-Finance-Topskorer auch den entscheidenden Penalty. Nicht zuletzt dank Louhivaara musste das auswärtsstärkste Team der Liga nach seiner ersten Partie als Leader als Verlierer vom Eis. Lausanne auf der anderen Seite nahm seine gute Vor-Weihnachts-Form ins Jahr 2015 mit und siegte zum sechsten Mal in den letzten neun Spielen.
Die beiden Mannschaften lieferten sich eine intensive, emotional und teilweise undiszipliniert geführte Partie, die auf beide Seiten hätte kippen können. Die 6700 Fans in der ausverkauften Malley-Halle kamen jedenfalls auf ihre Kosten. Die Partie forderte gleich mehrere Opfer. Berns Tristan Scherwey musste in der 14. Minute wegen eines Checks gegen den Kopf von Gaëtan Augsburger und einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig vom Eis. Augsburger schied nach dieser Szene ebenso verletzt aus wie kurz vor der zweiten Pause sein Teamkollege Simon Fischer.
Die ZSC Lions im Schongang
Ohne zu überzeugen, aber auch ohne Probleme sind die ZSC Lions ins neue Jahr gestartet. Der Schweizer Meister bezwang ein harmloses Ambri-Piotta im Schongang 3:1 und stiess auf Kosten des spielfreien HCD auf Platz 2 vor. 20 Minuten lang vermochte Ambri entgegenzuhalten, dann war es ausgerechnet Roman Wick, der im zum dritten Mal ausverkauften Hallenstadion das für ihn persönlich erlösende erste NLA-Tor des neuen Jahres erzielte. Der Topskorer der Zürcher hatte davor zehn NLA-Partien auf seinen 13. Saisontreffer warten müssen.
Mit dem Führungstreffer nahm die Angriffsmaschinerie der Zürcher vorübergehend Fahrt auf; bis zur 32. Minute erhöhten die Verteidiger Marc-André Bergeron und Severin Blin-denbacher mit zwei Weitschüssen in Überzahl auf 3:0. Zwar verkürzten die Tessiner nur 59 Sekunden nach dem dritten Gegentreffer durch den ersten Saisontreffer von Verteidiger Marc Grieder auf 1:3, zumindest die Vorentscheidung jedoch war nach Spielmitte bereits gefallen. Ambri besass im letzten Drittel zwar noch ei-nige (Powerplay-)Möglichkeiten zum Anschlusstreffer, Zählbares schaute für die am Strich um den Anschluss kämpfenden Leventiner nicht mehr heraus. Die ZSC Lions, bei denen der schwedische Verteidiger Henrik Tallinder mit einer unauffälligen Leistung debütierte, beschränkten sich erfolgreich darauf, den Vorsprung über die Zeit zu schaukeln.
Drei Treffer von Josh Holden
Auch im dritten Saisonduell zwischen Biel und Zug setzte sich das Auswärtsteam durch. Die Zentralschweizer gewannen dank dreier Tore von Josh Holden 6:3 und feierten den vierten Sieg in Folge. Nachdem die Bieler zweimal ausgeglichen hatten, sorgte Holden mit zwei Toren (32./44.) für die entscheidende Differenz. Das 4:2 erzielte der Kanadier während einer 5-Minuten-Strafe gegen Raphael Herburger.
Maurer einziger Torschütze
Lugano gewann auch das dritte Saisonduell gegen Fribourg-Gottéron. Den Tessinern genügte der zweite Saisontreffer von Marco Maurer, den der Verteidiger in der 43. Minute erzielte. (si)
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