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So wird man heute am ehesten König:?Der Bäckermeister verrät den Trick

ibach Beck Roman ist der Mann, der die Könige versteckt. Er sollte am besten wissen, wie man die Krone erhält.

Südostschweiz
06.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

nicole auf der maur

Der König wird von Hand in den Teig gesteckt. Anschliessend wird der Teig zu einem Bällchen geformt. Die anderen Bällchen werden maschinell hergestellt. Dies macht den grossen Unterschied aus. Aber was ist denn genau der Unterschied zwischen Nicht-König-Bällchen und König-Bällchen?

Als Kinder hatten wir ganz eigene Theorien. Jedes Kind eine etwas andere. Wenn wir nachts in die Küche schlichen, um den Königskuchen zu beäugen und zu betasten, war sich jedes sicher, zu wissen, wo denn das kleine weisse Ding stecken würde. Ich war überzeugt davon, dass gewisse Löcher vom Bäckermeister mit Absicht in den Teig gemacht wurden, um die Kinder zu verwirren. Diese Theorie wurde gestern von Beck Roman, Roman Lüönd, höchstpersönlich widerlegt. Er bearbeitet jeweils nur ein einziges Bällchen. Das mit dem König. Deswegen sein persönlicher Königs-Finde-Trick: Nimm das kleinste Stück des Kuchens. Von Hand bearbeitet, werden die Teigbällchen meistens kleiner als die maschinell hergestellten.

Keiner oder gleich zwei

Beck Roman hat über 500 Dreikönigskuchen hergestellt. Drei Mitarbeiter haben dafür eine Extraschicht eingelegt. Es wird streng darauf geachtet, dass jeder Königskuchen einen König erhält. «Es gibt aber jedes Jahr Kuchen ohne Könige oder mit zwei Königen», lacht Roman Lüönd. Die Kunden nahmens bisher aber locker. «Sie haben im lustigen Sinne reklamiert», sagt Lüönd. Reklamiert werden kann auch aufgrund der Gleichberechtigungsfrage nicht mehr. Gewisse Könige sind einer Königin gewichen.

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