«Skateboarden ist fünfmal gefährlicher als Fussball»
SKATEBOARD Seiner Lieblingssportart schenkt Patric Winzap die ganze Aufmerksamkeit. Der Brunner befasst sich auch mit der Gefährlichkeit des Skateboardens.
SKATEBOARD Seiner Lieblingssportart schenkt Patric Winzap die ganze Aufmerksamkeit. Der Brunner befasst sich auch mit der Gefährlichkeit des Skateboardens.
Thomas Bucheli
In seiner Maturaarbeit geht Patric Winzap der Frage nach, ob sich das Skateboarden vom Trend- zum Verletzungssport entwickelt hat. Der Brunner, welcher seit vier Jahren aktiv skateboardet, verletzte sich schon mehrere Male an den Fussgelenken. In der rund vierzigseitigen Arbeit befasst sich der 17-jährige Trendsportler mit der Historik des Skateboardens, erstellt eine Umfrage und erhält daraus weiterführende Resultate.
Auch wollte der zukünftige Medizinstudent wissen, ob es bei seinem Lieblingssport – wo der «Crooked Grind Nollie Heelflip out» seinen schwierigsten Trick, welchen er stehen kann, darstellt – mehr Verletzungen gibt als in anderen Sportarten. Und schliesslich ist in seiner Maturaarbeit ein Ansatz über die Prävention von Skateboard-Unfällen zu lesen.
Fussgelenke und Hände
«Die Schwierigkeit bei meiner Arbeit lag darin, dass ich zu meiner Umfrage brauchbare Antworten bekam», sagt Patric Winzap. Sein Vorgehen und seine Einstellung beim Ausüben seiner Sportart seien mit dem Verfassen der Maturaarbeit vorsichtiger geworden, fügt der Kantonsschüler des Kollegiums Schwyz, welcher ab und zu selber lokale Skateboard-Wettkämpfe besucht, hinzu. Die bei Unfällen am häufigsten betroffenen Körperstellen beim Skateboarden – so beschreibt es Patric Winzap – sind die Füsse und die Fussgelenke (23 Prozent). Aber auch die Hände und die Handgelenke (18) und die Sprunggelenke (14) werden oft in Mitleidenschaft gezogen. In seiner Maturaarbeit versucht Patric Winzap die Unfälle der Skateboarder mit anderen Sportarten wie Fussball, Skifahren, Eishockey, Handball und Leichtathletik zu vergleichen.
Sport nicht aufgeben
Und in der Prävention beschreibt der angehende Mediziner die wichtige Schutzausrüstung und die präventive Beschilderung in Skateboard-Parks. «Leider bewahrheitete sich die allgemeine Ansicht, dass Skateboarden eine gefährliche Sportart darstellt», bilanzierte der Brunner Maturand. Aufgrund seiner Ergebnisse sei klar, dass Skateboarden fünfmal gefährlicher sei als Fussball, zweimal gefährlicher als Handball und zwanzig Mal risikoreicher als die Leichtathletik. «Trotzdem wird unser Sport nicht nur als Bewegungsart gesehen, sondern viel mehr als Lebensgefühl wahrgenommen. Und aufgrund des hohen Verletzungsrisikos geben wir die Liebe zum Skateboarden sicherlich nicht auf», stellt Patric Winzap klar.
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