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Sieg gegen Weinfelden ist «Gogis» Geburtstagswunsch

Heute Abend empfängt der EHC Arosa zum zweiten Quali-Masterroundspiel den SC Weinfelden. Assistenztrainer Goran Manojlovic hofft auf das Ende der Negativserie. Er glaubt weiterhin auch an den Ligaerhalt.

Südostschweiz
07.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von René Weber

Eishockey. – Zwischen 1999 und 2011 war Goran Manojlovic ein sicherer Wert in der Abwehr. Stets mit Einsatz und Leidenschaft spielend, machte er das fehlende Talent wett, das anderen in die Wiege gelegt ist. Diese Eigenschaften sind es, die im Moment der letzte Strohhalm des EHC Arosa sind. Spielerisch ist er, das hat die bisherige Saison gezeigt, nicht konkurrenzfähig. Das verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle, in der er abgeschlagen am Ende geführt wird. Nichtsdestotrotz will Manojlovic den Teufel nicht an die Wand malen. Er ist überzeugt, dass der EHC Arosa, bei dem er seit dieser Saison als Trainerassistent von Marcel Habisreutinger amtet, den Ligaerhalt schaffen kann. «Es fehlt wenig. Wir geben nicht auf und glauben daran.»

Fehler werden bestraft

Über die Fehler und Versäumnisse des letzten Sommers, die den EHC Arosa in den Abgrund gerissen haben, möchte «Gogi» nicht sprechen. Es sei gesagt und geschrieben, was es zu sagen gebe. «Es bringt nichts, nun Schuldige zu suchen. Wir müssen aus der aktuellen Situation das Beste machen», so Manojlovic. Fakt sei, dass sich die junge Mannschaft nicht aufgegeben habe und in den Trainings kontinuierlich Fortschritte erziele. Wie am Samstag bei der 1:4-Niederlage zum Auftakt der Quali-Masterround in Wetzikon würden sich kleinste Fehler aber jeweils sofort negativ auswirken. «Bereits in den Partien vor den Festtagen hätten wir reüssieren können, ja müssen. Wir schafften es aber nie, eine Führung zu verteidigen.» Manojlovic ist sich sicher, dass ein Erfolgserlebnis – der EHC Arosa wartet seit der dritten Qualifikationsrunde am 4. Oktober auf den zweiten Saisonsieg – vieles zum Positiven verändern würde.

Kritik als Motivation

Heute gegen Weinfelden bietet sich die nächste Gelegenheit dazu. Dass selbst die treusten der treuen Anhänger den Ist-Zustand und die sportlichen Perspektiven weniger euphorisch beurteilen, interessiert den für die Ski- und Snowboardschule Arosa arbeitenden Familienvater nicht. Manojlovic sieht das vielmehr als zusätzliche Motivation. «Mir ist das egal. Ich sehe, was das Team leistet und dass es kämpft. Das ist es, was zählt und motiviert.»

Trainer Habisreutinger kein Thema

Manojlovic macht kein Geheimnis daraus, dass man beim EHC Arosa aus den Fehlern der Vergangenheit, über die er nicht konkret sprechen mag, die Lehren gezogen hat. So wurden über die Festtage mit fast allen Kaderspielern bereits Gespräche betreffend Zukunft geführt. Verantwortlich dafür zeichnete neben Präsident Ludwig Waidacher und Marketingchef Thomas Zeller er selbst, weil er auch im Vorstand eine zentrale Rolle beim EHC Arosa einnimmt. Dass das Doppelamt als Assistenztrainer und Vorstandsmitglied zu Interessenkonflikten führen könnte, verneint er. Gleiches tut er auf Marcel Habisreutinger angesprochen, der mit jeder weiteren Niederlage nicht unumstrittener wird. «Habisreutinger ist überhaupt kein Thema, er wird auch in der nächsten Saison an der Bande stehen. Einen besseren Trainer gibt es für uns nicht.» Die Frage, ob das in der 1. oder 2. Liga sein wird, stelle sich nicht. «Wir schaffen den Ligaerhalt – davon bin ich überzeugt», erklärt Manojlovic, der sich für seinen heutigen 37. Geburtstag nichts mehr als drei Punkte gegen den SC Weinfelden wünscht.

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