Servettes Taylor Pyatt überragt alle
Titelverteidiger Servette hat den 88. Spengler Cup so begonnen, wie es den letzten beendet hatte: mit einem Sieg gegen ein russisches Team. Vor einem Jahr hiess der Gegner ZSKA Moskau, gestern schlugen die Genfer Salawat Julajew Ufa 3:2.
Titelverteidiger Servette hat den 88. Spengler Cup so begonnen, wie es den letzten beendet hatte: mit einem Sieg gegen ein russisches Team. Vor einem Jahr hiess der Gegner ZSKA Moskau, gestern schlugen die Genfer Salawat Julajew Ufa 3:2.
Von Hansruedi Camenisch
Eishockey. – Ein 5:5 nach der regulären Spielzeit hatte Fredi Pargätzi für die Eröffnungspartie getippt. Der OK-Chef des Spengler Cups schien mit seinem Resultat zumindest auf Servette-Seite auf Kurs, als die Genfer nach 18 Minuten bereits mit 3:0 führten. Den Russen schien zu Beginn ihr letztes Meisterschaftsheimspiel vom 24. Dezember hinter dem Ural gegen Avangard Omsk (3:4 nach Verlängerung) noch genauso in den Knochen zu stecken wie die lange Flugreise am Weihnachtstag in die Schweiz. Doch ab dem zweiten Drittel bekamen sie in der Davoser Höhe plötzlich doch noch Luft und bis zur 35. Minute auf 2:3 heran. Bei diesem Resultat blieb es trotz beidseits guter Torchancen.
Neue Erfahrung für Tayler Pyatt
Auf Servette-Seite war Taylor Pyatt nicht nur wegen seinen Gardemassen – 1,94 Meter gross und 102 Kilogramm schwer – der auffallendste Spieler. Der 33-jährige Kanadier mit der Erfahrung aus 928 NHL-Spielen bereitete den ersten Treffer im Powerplay für Timothy Kast vor, und den zweiten markierte er in Überzahl selber. Tyler Pyatt hatte auf die laufende Saison hin von den Pittsburgh Penguins nach Genf gewechselt und gleich noch seinen kleineren (1,83 m), leichteren (85 kg) sowie sechs Jahre jüngeren Bruder Tom mitgebracht. Gestern standen beide erstmals am Spengler Cup im Einsatz. «Eine neue, aussergewöhnliche Erfahrung», meinte Tyler Pyatt nach dem Match. «Wir haben unsere Familien hier. Gemeinsam mit ihnen an einem so schönen Ort wie Davos Weihnachten zu feiern, war schon speziell.»
Speziell war auch, wie Servette das Startdrittel gegen Salawat Julajew Ufa dominierte. «Wir münzten gleich unsere beiden ersten Powerplay-Möglichkeiten in Treffer um», stellte der ältere der Pyatt-Brüder fest. «Dieser ausgezeichnete Start erleichterte unsere Aufgabe wesentlich. Prompt legten wir in den ersten 20 Minuten die Basis für unsere Sieg, wie sich herausstellen sollte.» Für die Steigerung der Russen ab dem Mitteldrittel sei Servette mitschuldig gewesen, meinte der Stürmer weiter, «weil wir zahlreiche Strafen kassierten.» Eine davon nutzte Illkka Heikkinen, der letztjährige Lugano-Verteidiger, prompt zum Anschlusstreffer für die Russen.
Mini-Shutout für Schwendener
Zu seinem Kurzeinsatz und gleichzeitig zu seinem Spengler-Cup-Debüt kam Janick Schwendener, die Davoser Leihgabe, im Servette-Tor. Der Bündner ersetzte für die letzten knapp 18 Minuten Christophe Bays, der von einem satten Schuss an die Gesichtsmaske getroffen worden war. Schwendener parierte alle elf Schüsse und zeigte mehrere Glanzparaden. Glück hatte er 91 Sekunden vor Spielende, als Ufas Routinier Alexei Kaigorodow nur die Latte traf.
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.