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Seilbahngenossenschaft: Wechsel im Vorstand

Vitznau Nach über 50 Jahren bei der Seilbahngenossenschaft als Kassier hat Klemenz Zimmermann sein Amt in jüngere Hände gegeben.

Südostschweiz
24.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

pd/red. Die Seilbahngenossenschaft Vitznau–Hinterbergen hat Paul Zimmermann-Knobel, Tristel, einstimmig in das Amt als Kassier gewählt.

Klemenz Zimmermann wurde vor mehr als 50 Jahren als junger Bergbauer vom Heimet Felmis zum Nachfolger von seinem Vater Klemenz Zimmermann sel., Brändi, in den Vorstand als Kassier gewählt. Nach seiner Wahl stand schon bald der Neubau der Seilbahn Hinterbergen an. Die bisherige Anlage wurde altershalber für den Personentransport nicht mehr empfohlen. Zusammen mit seinen Vorstandskollegen stand ein harter Kampf an, bis die Linienführung und die Finanzierung gesichert waren.

Jetonautomat

Während des Baus mussten die Genossenschafter Fronarbeit leisten, damit die Seilbahn überhaupt realisiert werden konnte. Zimmermann war im jungen Mannesalter ein Krampfer und für alle ein Vorbild. Keine Arbeit war ihm zu viel, und bei der Montage der Seilbahnmasten liebte er das Hantieren in luftiger Höhe; damals noch ungesichert. Die Seilbahnbauer Niederberger AG hätten Zimmermann nach dem Bau in Vitznau gerne in ihre Montagegruppe aufgenommen. Der inzwischen mit Marie Schmidig verheiratete Klemenz Zimmermann blieb aber seinem Felmis und den Hinterbergen treu. In den vielen Jahren mussten immer wieder den Vorschriften entsprechend Neuerungen gemacht werden. Zimmermann war auch zu jeder Zeit für Neues zu begeistern, so wurde das Jahr 1989 zum Meilenstein in der Geschichte der Seilbahn. Die Steuerung der Anlage wurde automatisiert, und der angestellte Seilbahnmaschinist durch den Jetonautomaten ersetzt. Von da an konnten die Bewohner von Hinterbergen mit dem Jeton zu jeder Tages- und Nachtzeit die Seilbahn selber bedienen. Der zunehmende Tourismus und der gute Ruf des Restaurants Hinterbergen verhalfen der Seilbahn, die Frequenzen zu steigern und dadurch neue Investitionen in Angriff zu nehmen. So wurde im Jahre 2013 der ganze Antrieb mit sämtlichen technischen Installationen und Kassenautomaten neu eingebaut. Diese Investition war für die Genossenschaft ein finanziell grosser Brocken, welcher aber von unserem Kassier Klemenz quasi als Krönung seiner Tätigkeit gut bewältigt wurde.

Geld in Millionenhöhe

Der Präsident der Seilbahngenossenschaft Hinterbergen Marcel Küttel-Fischlin würdigte an der Generalversammlung Ende Dezember die jahrzehntelangen Leistungen des Kassiers Klemenz Zimmermann. Er lobte seine pflichtbewusste, ehrliche und besonnene Art. Hochgerechnet während den vielen Jahren war Klemenz zirka 1200 Mal auf der Kantonalbank, und durch seine Hände floss Geld in Millionenhöhe, oder gegen 6000 Mal war er auf der Bergstation anzutreffen. Während die Genossenschafter mit einem kräftigen Applaus dankten, überreichte der Präsident ein Dankesgeschenk, das er mit seiner Frau Marie in den freien Tagen geniessen kann. Gleichzeitig wünschte der Präsident dem neuen Vorstandsmitglied und Kassier Paul Zimmermann viel Ausdauer und Freude in seiner neuen Aufgabe.

Unveränderte Fahrpreise 2015

Das Betriebsjahr 2014 war ein sehr erfolgreiches. Die schönen Frühlingstage und vor allem die sehr schönen Herbstwochenenden konnten den schlechten Sommer mehr als wettmachen. Dank den Kassenautomaten, die von den Touristen sehr geschätzt werden, konnten die Frequenzen gesteigert und die Personalkosten gesenkt werden. Die Seilbahntarife werden sich im 2015 nicht verändern. Schulpflichtige Kinder in Begleitung der Eltern fahren weiterhin gratis. Eine Umfrage des «Sonntagsblicks» im Sommer 2014 hat gezeigt, dass die Fahrkosten bei Seilbahnen in dieser Grössenklasse zu den günstigsten in der Zentralschweiz gehören.

Betriebseinstellung 2015

Vom 13. bis 29. April ist der Betrieb der Seilbahn eingestellt. Aus Sicherheitsgründen wird das bergseitige Zugseil erneuert. Ebenso werden beide Laufwerke und Kabinengehänge von einer Spezialfirma geröntgt und nötigenfalls überarbeitet. Die Betriebseinstellung gibt uns zugleich die nötige Zeit, um die Kabinen mit neuer Farbe zu spritzen.

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