Scott McKenzie tot
Der US-Folksänger Scott McKenzie, der mit «San Francisco» die Hymne der Hippies sang, ist tot. Er wurde 73 Jahre alt.
Der US-Folksänger Scott McKenzie, der mit «San Francisco» die Hymne der Hippies sang, ist tot. Er wurde 73 Jahre alt.
Der Sänger, Songwriter und Gitarrist starb nach Angaben seines Freundes Gary Hartman am Samstag im Alter von 73 Jahren an den Folgen eines Nervenleidens in Los Angeles. Ein Nachbar habe sie über den Tod des Freundes unterrichtet, sagte Hartman, der die Nachricht am Sonntag auf McKenzies Website verbreitete: «Es war der schwerste Eintrag der letzten 15 Jahre.»
Lebensgefühl einer Generation
McKenzie, der mit bürgerlichem Namen Philip Wallach Blondheim hiess, wuchs in North Carolina auf und gründete mit seinem Jugendfreund John Phillips erst das Duo Smoothies und später das Trio The Journeymen. 1967 erlebte McKenzie mit dem Song «San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in Your Hair)» den Durchbruch.
Phillips hatte den Song gemäss «Spiegel online» als Hymne für das Monterey Pop Festival komponiert. Daraufhin wurde es rasend schnell zum Welterfolg und wurde nach Schätzungen bis heute über fünf Millionen Mal verkauft. Das Lebensgefühl einer ganzen Generation und ihre Sehnsucht nach Freiheit spiegelten sich darin. Und immer wieder erzählte McKenzie die Geschichte, dass er tatsächlich während der Aufnahmen einen Blumenkranz getragen habe. Nach diesem Mega-Erfolg trennten sich die Wege von McKenzie und Phillips, der die Hippie-Band The Mamas & the Papas gründete, seinen Freund aber nicht für das Projekt gewinnen konnte. McKenzie kehrte an die Ostküste zurück und gab jahrelang nur Solokonzerte. Mit seinem Country-Rock-Album «Stained Glass Morning» (1970) konnte er nicht mehr an seinen Hit anknüpfen. In den 80er-Jahren kam McKenzie zu den Mamas & Papas, die ihren Karrierehöhepunkt längst überschritten hatten.
Rückzug aus dem Geschäft
Nach dem Tod seines langjährigen Wegbegleiters Phillips zog er sich ab 2001 Schritt für Schritt aus dem Musikgeschäft zurück. Seit 2010 litt McKenzie unter dem Guillain-Barré-Syndrom, einem Nervenleiden, das zu Lähmungserscheinungen führen kann.
Er lebte laut Website allein mit seiner Katze Spider und war gerade von einem zweiwöchigen Spitalaufenthalt nach Hause entlassen worden. (sda/bt)
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