Schwierige Sanierung der Lauerzer Bergstrasse
Lauerz Die Bergstrasse in Lauerz muss saniert werden. Dem steht jedoch der Quellwasserschutz im Weg. Das letzte Wort hat das Verwaltungsgericht.
Lauerz Die Bergstrasse in Lauerz muss saniert werden. Dem steht jedoch der Quellwasserschutz im Weg. Das letzte Wort hat das Verwaltungsgericht.
Franz Steinegger
Der Unmut war greifbar an der Gemeindeversammlung von Mitte Dezember in Lauerz: Schon 100 000 Franken Ingenieurkosten seien aufgewendet worden und «jetzt ist nichts daraus geworden», wurde behauptet. Gemeindeschreiber Markus Schnüriger konnte die Höhe der genannten Summe nicht bestätigen, verwies jedoch auf Anfrage des «Boten» auf die vertrackte Situation bei der dringenden Sanierung der Strasse in den Lauerzerberg.
Schwere Holztransporte
Auf der Bergstrasse fahren schwere Holztransporter, welche den Wald zwischen Gätterli und Urmiberg bewirtschaften. Doch das Strässchen steht auf weichem Untergrund, was unschwer an den bröckelnden Strassenrändern sichtbar wird. Die Gemeinde Lauerz hat ein Sanierungspaket ausarbeiten lassen, das in sechs Teilabschnitte unterteilt ist. Ziel dieser Massnahme war es, die Strasse für 40-Tönner tragfähig zu erhalten. Beim Gang durch die Ämter legte aber das Amt für Umweltschutz das Veto gegen das Vorhaben ein, weil die Bergstrasse zwei Quellwasser-Schutzgebiete quert. In diesen Bereichen darf weder der Untergrund abgegraben und verstärkt noch die Strasse verbreitert werden. Dem Gemeinderat blieb deshalb nur die Gewichtsbeschränkung auf 18 Tonnen.
Diese Verfügung haben Waldbesitzer – unter anderen die Oberallmeindkorporation und die Unterallmeindkorporation – sowie Anstösser angefochten. Deshalb wurde die Gewichtsbeschränkung wieder aufgehoben. Die Regierung stützte die Verfügung, doch wurde auch diese wieder angefochten. Deshalb liegt der Ball nun beim Verwaltungsgericht. Je nach Entscheid der Richter muss die Beschränkung wieder ausgeschildert werden.
Keine Alternative
Als Notmassnahme wurde in der «Spätzeren» talseitig eine Abschrankung angebracht, weil der Strassenrand abzurutschen droht. Dort liegt auch die neuralgische Stelle. Das Quellschutzgebiet kann nicht umfahren werden. «Das fragliche Teilstück muss saniert werden, falls wir die 40 Tonnen beibehalten wollen. Es gibt keine Alternative dazu», sagt Gemeindeschreiber Schnüriger. Bis ein rechtskräftiger Entscheid vorliege, werde das Projekt nicht weiter bearbeitet. «Falls das Verwaltungsgericht auf 40 Tonnen entscheidet, muss es uns aufzeigen, wie das zu bewerkstelligen ist.»
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