Schweizer kämpfen um Kür-Qualifikation
Von heute bis Samstag finden in Zagreb die Eiskunstlauf- Europameisterschaften statt. Die Schweiz wird durch Tina Stürzinger, Stéphane Walker und die Eistänzer Ramona Elsener/Florian Roost vertreten.
Von heute bis Samstag finden in Zagreb die Eiskunstlauf- Europameisterschaften statt. Die Schweiz wird durch Tina Stürzinger, Stéphane Walker und die Eistänzer Ramona Elsener/Florian Roost vertreten.
Eiskunstlauf. – Bei den letzten beiden Austragungen in der kroatischen Hauptstadt Zagreb kehrte die Schweizer Delegation mit Medaillen nach Hause: 1979 gewann Denise Biellmann Bronze, 2008 holten Sarah Meier und Stéphane Lambiel jeweils Silber. Diesmal wäre bereits das Erreichen der Kür ein Erfolg. Tina Stürzinger ist mit ihren erst 16 Jahren immerhin ein Versprechen für die Zukunft. Die Erlenbacherin nimmt erstmals an internationalen Meisterschaften bei den Erwachsenen teil, nachdem sie im Dezember in Genf souverän erstmals Schweizer Meisterin wurde. Im vergangenen Jahr belegte sie bei den Junioren-Weltmeisterschaften Rang 23. Stürzinger besucht das Kunst- und Sportgymnasium Rämibühl in Zürich. Ihr Haupttrainer ist Gheorghe Chiper, der bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin den 14. Platz erreichte und bei Europameisterschaften viermal den Sprung in die Top 10 schaffte. Bei den Frauen sind 36 Läuferinnen gemeldet, 24 bestreiten die Kür.
Für den 22-jährigen Stéphane Walker sind es die zweiten kontinentalen Titelkämpfe. 2011 klassierte er sich in Bern auf Platz 24. Um erneut den zweiten Wettkampfteil zu erreichen, muss er sechs Läufer hinter sich lassen. Ramona Elsener/Florian Roost nehmen bereits zum vierten Mal an einer EM teil. Nach den Rängen 25 und 19 scheiterten sie im vergangenen Jahr in der Qualifikation, die es heuer nicht mehr gibt. Im Eistanz starten 20 der 26 Paare in der Kür.
Pluschenko der grosse Favorit
Der Favorit bei den Männern ist Titelverteidiger Jewgeni Pluschenko, dessen grosses Ziel es ist, im kommenden Jahr in Sotschi zum zweiten Mal nach 2006 Olympiasieger zu werden. Der 30-jährige Russe, quasi ein Veteran im Eiskunstlauf, strebt seinen achten EM-Titel an. Pluschenko hat in dieser Saison noch keinen internationalen Wettkampf bestritten, bei den russischen Meisterschaften war er jedoch einmal mehr nicht zu bezwingen. Erster Herausforderer ist aufgrund der aktuellen Resultate der Spanier Javier Fernandez, der seinem Heimatland die erste EM-Medaille in dieser Sportart bescheren will.
Zwei 16-Jährige fordern Kostner
Bei den Frauen wird Weltmeisterin Carolina Kostner, die Europameisterin von 2007, 2008, 2010 und 2012, von den beiden 16-jährigen Russinnen Elisaweta Tuktamischewa und Adelina Sotnikowa herausgefordert. Die letztjährige EM-Silbermedaillengewinnerin Kiira Korpi aus Finnland fehlt wegen einer Verletzung. Bei den Paaren dürften die deutschen Weltmeister Aliona Savchenko/Robin Szolkowy und die russischen Titelverteidiger Tatiana Wolososchar/Maxim Trankow die Goldmedaille unter sich ausmachen. Im Eistanz gibt es nach dem Forfait der französischen Vorjahressieger Nathalie Pechalat/Fabian Bourzat einen neuen Titelträger. (si)
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