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Schweizer Auftaktsieg gegen Slowakei

Handball Die Schweiz hat das Auftaktspiel des 43. Yellow Cups in Winterthur gegen die Slowakei mit 31:29 (16:18) gewonnen und damit den ersten Sieg seit dem vergangenen April gefeiert.

Südostschweiz
03.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Yellow Cup in Winterthur

Gestern spielten:

Schweiz – Slowakei31:29 (16:18)

Tunesien – Weissrussland34:30 (14:17)

Heute spielen:

Slowakei – Tunesien18.00 Uhr

Schweiz – Weissrussland20.15 Uhr

Morgen spielen:

Weissrussland – Slowakei13.30 Uhr

Schweiz – Tunesien15.45 Uhr

Schweiz – Slowakei31:29 (16:18)

Eulachhalle, Winterthur - 1000 Zuschauer - SR Rieber/Baumgart (De). - Torfolge: 0:3 (2.), 1:3, 1:4, 4:4, 4:5, 6:5 (11.), 6:6, 8:6, 8:8, 9:8, 9:10, 10:10, 10:12, 13:15, 15:15, 15:17, 16:18; 18:18, 18:19, 21:19, 22:20, 22:21, 24:21, 25:22, 25:24, 26:24, 26:26, 28:26, 31:29. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen die Slowakei. Schweiz: Portner/Bringolf (ab 31.); Schmid (2), Liniger (6/4), Baviera, Graubner, Sidorowicz (1), Dähler (5), Von Deschwanden (2), Raemy (5), Küttel (1), Mühlemann, Linder (3), Svajlen (3), Getzmann (2).

si. Die Schweiz feierte vor 1000 Zuschauern in der Eulachhalle einen verdienten Auftaktsieg, der aufzeigte, woran die SHV-Auswahl noch zu arbeiten hat. «Es war für uns sehr wichtig, positiv ins Turnier zu starten. Wir hatten aber noch Luft nach oben», sagte Nationaltrainer Rolf Brack. Der Deutsche war vorab mit der Abwehrleistung in der ersten Halbzeit nicht zufrieden, in der die Schweizer nicht weniger als 18 Gegentore kassierten. «Ich habe mir da eine bessere Leistung erhofft. Das müssen wir im Hinblick auf die weiteren Spiele wieder in den Griff kriegen», so Brack. Die Schweizer taten sich mit dem zwar etwas trägen, aber durchaus cleveren Spiel der physisch starken Gäste tatsächlich lange schwer.

Etwas in Rücklage

Einen 0:3-Fehlstart (2.) korrigierten sie in der torreichen Startphase zwar innert weniger Minuten, doch nach einer zwischenzeitlichen 6:4-Führung liefen sie gegen den EM-Teilnehmer von 2012 dennoch fast die ganze Zeit einem Rückstand hinterher. Positiv stimmte derweil die Offensivleistung mit einer Erfolgsquote von ordentlichen 57 Prozent. Der 16:18-Pausenrückstand war darum das irgendwie logische Resultat.Gleich nach dem Seitenwechsel zogen die Schweizer ihre beste Phase ein: Dank fünf Toren in den ersten sieben Minuten machte die SHV-Auswahl aus dem 16:18 ein 21:19 und gab die Führung in der Folge mit Ausnahme des 26:26 (48.) nicht mehr aus der Hand. Am Ursprung der Wende stand Aurel Bringolf: Der Torhüter wies nach seiner Einwechslung mit knapp 40 Prozent nicht nur eine starke Abwehrquote auf, sondern erzielte mit einem Weitschuss auch noch das 20:19. Ganz allgemein lief es den Schweizern aus der gefestigten Deckung heraus deutlich besser: Das Heimteam, das auf sehr treffsichere Flügelspieler zählen durfte – Manuel Liniger, Jonas Dähler, Luca Linder und Simon Getzmann (bei seinem Debüt) erzielten zusammen aus dem Spiel heraus zwölf Treffer aus vierzehn Versuchen – spielten nun ihre Angriffe wiederholt sehenswert zu Ende. Und im Gegensatz zu den vergangenen Länderspielen wirkten die Schweizer auch im Konterspiel deutlich sicherer. «In diesem Bereich dürfen wir heute ein Plus vermerken. Unsere Vorgabe waren zehn Kontertore, und die haben wir erreicht», so der Nationaltrainer. Verbesserungspotenzial ortete Brack offensiv dafür im Spiel mit dem Kreisläufer, das gestern nicht wunschgemäss funktionierte. Regisseur Andy Schmid hatte die Fäden im Rückraum zwar souverän in der Hand und liess sein Können und seine Übersicht mehrfach aufblitzen, den Weg zu Kreisläufer Luca Mühlemann fand er aber kaum einmal.

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