Schweine und Kühe leiden am meisten
Tierschutz Vor allem Schweine und Kühe leiden, wenn im Kanton Schwyz der Tierschutz nicht eingehalten wird. Das zeigt die Statistik.
Tierschutz Vor allem Schweine und Kühe leiden, wenn im Kanton Schwyz der Tierschutz nicht eingehalten wird. Das zeigt die Statistik.
Jürg Auf der Maur
Bezogen auf die Vielzahl von Tierhaltern und Landwirtschaftsbetrieben sind es eigentlich wenig Übergriffe. Trotzdem beschäftigen sie die Gerichte, und das Leid der einzelnen Tiere bewegt.
Ein Blick in die nun veröffentlichte detaillierte Statistik der Organisation Tier im Recht (TIR) – sie kümmert sich um Tierschutz und verfolgt alle Verfahren gegen Verstösse – zeigt nun im Detail, wo und zu welchen Übergriffen es kam.
Gesamthaft hatten sich 2013 die Schwyzer Strafbehörden mit 21 Fällen zu beschäftigen, wie die Statistik 2014 zeigt. Zwei davon passierten im Bezirk Einsiedeln, während die March von sieben und Innerschwyz von total zwölf Fällen betroffen war.
Bussen und bedingte Strafen
Meistens wurden die betroffenen Tierbesitzer zu Bussen verurteilt. Diese beliefen sich auf 200 bis 4200 Franken. In zehn Urteilen gab es eine Busse von weniger als 500 Franken, in drei lag sie zwischen 500 und 999 Franken. Ein Verurteilter hatte zwischen 1000 und 1500 Franken zu zahlen. In immerhin fünf Fällen kam die Verfehlung auf über 1500 Franken zu stehen.
Die teuerste Busse belief sich gemäss TIR-Unterlagen, die dem «Boten» vorliegen, auf 4200 Franken (bedingt). Hier handelte es sich sogar um einen Sodomiefall. Der Beschuldigte missbrauchte zwei Küche, um sich sexuell zu befriedigen. Ausserdem versuchte er, an einer weiteren Kuh sexuelle Handlungen vorzunehmen.
Schlechte Pflege, wenig Platz
In den meisten anderen Fällen geht es um mangelnde Pflege. So unterliess ein Tierbesitzer beispielsweise die unverzügliche Behandlung einer Kuh und dreier Schweine. Ein anderer missachtete die Maulkorbpflicht bei seiner Hündin, ein Dritter wiederum kastrierte sein Hochlandrind an seinem ersten Lebenstag ohne Schmerzausschaltung.
Mit gärendem Futter überlaufende Tröge, völlig überladene Ställe, zu wenig Einstreu am Boden oder zum Teil mit Mist gefüllte Futterkrippen sind weitere Verfehlungen.
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