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Schoggifabrikant Läderach bei den reichsten Schweizern

In der Schweiz wohnen zwei Prozent aller Millionäre. Die «Bilanz» zählt neu auch den Glarner Schoggihersteller Läderach zu den 300 reichsten Schweizern – wenn auch «nur» in der tiefsten Kategorie.

Südostschweiz
01.12.12 - 01:00 Uhr

Von Assunta Chiarella

Glarus. – Dass das Glarnerland nicht zu den ersten Adressen für Superreiche gehört, ist hinlänglich bekannt. Immerhin zwei Mal kommt der Kanton in der Liste der 300 reichsten Schweizer der neuesten «Bilanz»-Ausgabe vor.

Schon länger zum erlauchten Kreis gehören der «Familienclan» Auer, Spoerry und Schmidheiny mit mindestens teilweisem Bezug zum Glarnerland. Ihr Vermögen wird unverändert zwischen 600 und 700 Millionen geschätzt. Neu taucht auch der Glarner Schoggihersteller Läderach mit geschätzten 100 bis 200 Millionen Franken Vermögen – der tiefsten Kategorie in der «Bilanz»-Liste – auf.

Läderach schaffe nachhaltige Werte

Gemeinsam mit den Läderachs sind es nun 60 Vermögende, die in einem der Südostschweizer Kantone Glarus, Schwyz, Graubünden, St. Gallen und dem Fürstentum Liechtenstein wohnen. Die Region hält damit einen Anteil von 20 Prozent der Superreichen.

Die Familie Läderach wird in der «Bilanz» als Musterbeispiel einer Familie bezeichnet, die mit einer guten Geschäftsidee, Kapital und viel harter Arbeit nachhaltige Werte geschaffen habe. «Was Maître Chocolatier Rudolf Läderach vor 50 Jahren im Kleinen startete, hat sich zum Spezialisten feinster Schokolade ausgewachsen mit gut 500 Beschäftigten und über 120 Millionen Franken Verkaufserlösen.» Bei der Firma Läderach wollte gestern gegenüber der «Südostschweiz» niemand Stellung nehmen.

Reich trotz Wirtschaftskrise

Die USA gilt mit insgesamt 17 000 Superreichen und je mehr als 100 Millionen Dollar Vermögen immer noch als das Land des Reichtums schlechthin. Bei so viel Geld muss man an die Wiedergeburt glauben, da ein Leben alleine wohl kaum reichen würde, um solche Summen als Normalsterblicher ausgeben zu können.

«Eine Million zum Mitnehmen»

Nun geht das WOZ-Team auf eine besondere Mission, mit dem Ziel, mindestens einen der 300 Reichsten der Schweiz um eine Million zu erleichtern. Die Briefe wurden bereits im Vorfeld verschickt, mit folgender Bitte: «Sind Sie bereit, Ihren Teil für eine gerechte Schweiz zu leisten? Dann unterstützen Sie die ‘Together’-Initiative mit Ihrem Beitrag von einer Million Franken. Wir haben die Idee, Sie das Geld!»

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