«Schach ist Kreativität, sehr viel Variation und Spass»
Jan Selinga aus Linthal ist ein vielversprechendes Schachtalent. Aufgewachsen in der Slowakei, lebt der 14-Jährige seit 2014 im Glarnerland. Als Schachspieler hat er im letzten halben Jahr in der Nachwuchsszene für Furore gesorgt und mischt in der Qualifikation zu den U16-Schweizer-Meisterschaften ganz vorne mit.
Jan Selinga aus Linthal ist ein vielversprechendes Schachtalent. Aufgewachsen in der Slowakei, lebt der 14-Jährige seit 2014 im Glarnerland. Als Schachspieler hat er im letzten halben Jahr in der Nachwuchsszene für Furore gesorgt und mischt in der Qualifikation zu den U16-Schweizer-Meisterschaften ganz vorne mit.
Jan Selinga aus Linthal ist ein vielversprechendes Schachtalent. Aufgewachsen in der Slowakei, lebt der 14-Jährige seit 2014 im Glarnerland. Als Schachspieler hat er im letzten halben Jahr in der Nachwuchsszene für Furore gesorgt und mischt in der Qualifikation zu den U16-Schweizer-Meisterschaften ganz vorne mit. Sein neuester Coup ist der Sieg am letzten Turnier des Zürichsee-Schach-Grand-Prix.
Jan Selinga, seit wann lebst Du im Glarnerland, und wie gefällt es Dir hier?
Jan Selinga: Seit dem 1. Juli 2014 bin ich in der Schweiz, im Glarnerland. Mir gefällt es hier gut.
Wie geht es mit der Sprache?
Es war am Anfang ein bisschen schwierig, aber unterdessen geht es schon viel besser.
Wo kommst Du her?
Wir lebten in der Slowakei. Mein Vater fand vor zwei Jahren beim Kraftwerksprojekt Linthal 2015 Arbeit, und nach einem Jahr haben wir uns entschieden, nach Linthal zu ziehen. Wie es nach dem Projekt aussehen wird, hängt davon ab, wo mein Vater eine Arbeitsstelle findet.
Wann bist Du mit Schach das erste Mal in Berührung gekommen?
Den ersten Kontakt mit Schach hatte ich als kleines Kind mit meinen Eltern. Ich wollte immer gewinnen.
Welches sind Deine bisher grössten Erfolge?
In der Slowakei erreichte ich an einem Grand-Prix-Turnier den zweiten Platz. Und auch sonst klassierte ich mich oft in den ersten drei Rängen. Im Senica Open beispielsweise startete ich auf Position 27 mit damals 1285 ELO und beendete das Turnier auf dem neunten Rang mit einer ELO-Performance von 1849.
(ELO ist die Leistungsmessung der Schachspieler, ähnlich den ATP-Punkten im Tennis; zwischen 1285 und 1849 liegen Welten, Anmerkung der Redaktion)
In der Schweiz habe ich das Qualifikationsturnier zur U16-Schweizer-Meisterschaft in Wil und das Open aller Teilnehmer gespielt. Dort bin ich als Nummer 14 gestartet und konnte mich im Open im 4. Schlussrang klassieren. Die U16-Qualifikation gewann ich.
Du hast schon eine ELO-Zahl über 1800. Wie hast Du das geschafft? Hattest Du einen Schachtrainer?
Ich habe schon in der Slowakei sehr viel gespielt, vor allem Turniere und Meisterschaften. Zweimal in der Woche habe ich mit einem Schachtrainer trainiert.
Was sind Deine Ziele?
Mein Fernziel ist es, einmal den Titel des Grossmeisters zu erringen. 2015 möchte ich eine Spielstärke von 2100 ELO erreichen. Aber als Nächstes strebe ich den Gesamtsieg am Zürichsee-Schach-Grand-Prix an.
Was fasziniert Dich am Schach?
Schach ist Kreativität, sehr viel Variation und Spass.
Spielst Du auch Schach im Internet oder Variationen wie Blitz- oder Simultan-Schach?
Im Internet studiere ich Diagramme mit Schachstellungen als Teil des Trainings. Ich spiele auch ab und zu Blitzpartien im Internet, aber lieber habe ich die Partien mit längerer Bedenkzeit. Simultan gegen mehrere Gegner zu spielen, erfordert sehr viel Konzentration. Das ist sehr schwierig. Man kann auch Blindschach spielen, ohne Brett und Figuren, aber das habe ich noch nicht gemacht.
Wie sieht Dein Selbststudium aus? Wie oft trainierst Du in der Woche?
Momentan trainiere ich ein bis zwei Stunden am Tag. Das macht in der Woche ungefähr 7 bis 14 Stunden.
Ist Schach in der Slowakei ein Schulfach?
Nein, ich habe in der Freizeit Schach gespielt.
Reicht die Zeit noch, um nebst dem Schach einem anderen Hobby nachzugehen?
Ja, ich habe noch andere Hobbys. Ich spiele gern Tischtennis oder fahre Velo und Ski. Ausserdem gehe ich gerne wandern und fischen.
Welche Wünsche hast Du an den Schachklub Glarus?
Als Mitglied des Schachklubs Glarus kann ich an schweizerischen Turnieren wie den U16-Schweizer-Meisterschaften mitspielen, und ich habe am Jugendschachtreff zusätzliche Trainingsmöglichkeiten. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung durch die Klubmitglieder, und ich hoffe, in der Saison 2015 noch mehr Erfolg zu haben als im vergangenen Jahr.
«Momentan trainiere ich ein bis zwei Stunden
im Tag. »
«Ich begann als kleines Kind, Schach zu spielen. Ich wollte immer gewinnen.»
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