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Ruhige Festtage bei den Bündner Unihockey-Teams

Auf die Bündner NLA-Unihockey-Teams wartet ein strenger Januar mit sieben Spielrunden bis Ende Monat bei den Männern. Transfertechnisch schlugen nur die Frauen von Piranha Chur zu.

Südostschweiz
03.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Reto Voneschen

Unihockey. – Wie in der Eishockey-NLA wurde auch der Spielbetrieb der höchsten Unihockeyliga während der Festtage unterbrochen. Nicht aus Gründen eines Traditionsturniers wie dem Spengler Cup, sondern zugunsten einer Ruhepause der Amateursportler. Kräfte tanken für einen anstrengenden Januar hiess das Motto – der kürzlich ausgetragenen Weltmeisterschaft wegen wurden bei den Männern gleich sieben Meisterschaftsrunden bis Ende Monat angesetzt. Chur hat beispielsweise das «Vergnügen», Mitte Januar drei Spiele in sechs Tagen zu absolvieren.

Zürcher Kontrahenten

Chur Unihockey (7.) beginnt sein Mammutprogramm heute mit dem Heimspiel (19 Uhr, GBC) gegen Uster (9.). Wollen die Churer die definitive Play-off-Qualifikation so bald als möglich sichern, sind Punkte gegen die Zürcher Oberländer Pflicht. Mit Uster hatte Chur aber immer Mühe. Im Hinspiel gewann es nur 8:6, vor einem Jahr im letzten Heimspiel 6:4.

Malans (6.) tritt heute beim Tabellenzweiten Grasshoppers in Zürich an. Die Hoppers konnten sich während der Festtage die Dienste des Wiler-Stürmers Nico Berlinger si- chern. Mit ihm wird der GC-Angriff noch stärker bestückt sein. Mit den Zürchern und insbesondere ihrem schwedischen Superstar Kim Nilsson haben die Malanser aber noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel drehte Nilsson mit sechs Toren und einem Assist die Partie auf 9:6 für die Zürcher.

Transfers waren bei beiden Bündner NLA-Teams während der Festtagspause Fehlanzeige. Bei Malans hat der Finne Perti Wigren das Training wieder aufgenommen, nachdem er Anfang Dezember in seine Heimat zurückgekehrt war, um seine Erkrankung (Pfeiffersches Drüsenfieber) auskurieren zu lassen. «Spielen wird er heute aber wohl noch nicht», vermutet der Malanser Assistenztrainer Patrick Britt.

Verhandlungen mit Trainern laufen

Interessant wird der Januar für die beiden Trainer Daniel Hahne (Malans) und Thomas Berger (Chur). Die jeweiligen Verträge laufen Ende Saison aus. Mit Hahne seien die Gespräche auf gutem Weg, wie Alligator-Sportchef Thomas Hitz mitteilt, während es zur Verlängerung mit Berger – nicht wie vor zwei Jahren, wo sie Anfang Januar bekannt gegeben wurde – keine Infos gebe, wie Vereinspräsident Cornel Ehrler ausrichten liess. «Gespräche sind noch im Gang. Wir haben keinen Zeitdruck», so Ehrler.

Erfolgreicher auf dem Transfermarkt waren die NLA-Frauen von Piranha Chur. Mit der Nati-Stürmerin Priska von Rickenbach zogen die Churerinnen einen dicken Fang an Land. Die langjährige Zuger Stütze wird aber erst im Sommer zu den Pi-ranhas stossen. Die laufende Saison spielt sie beim schwedischen Superligisten Falun fertig, zu welchem sie im letzten August wechselte.

Anderegg und Arpagaus zu Ems

Mit Sicherheit kein Comeback im Churer Dress wird es für Assistenztrainerin Mirca Anderegg geben. Nachdem sie ihren Rücktritt im letzten Sommer erklärt hatte, wurde «sicherheitshalber» Andereggs Lizenz trotzdem zu Piranha transferiert. Nun wird sie, zusammen mit der langjährigen Teamkollegin Sabrina Arpagaus, beim abstiegsgefährdeten NLB-Partnerverein Domat/Ems aushelfen.

Piranha trifft morgen zu Hause (19 Uhr, GBC) auf den Tabellenvorletzten Riders Dürnten, welcher letzte Woche den Abgang der beiden lettischen Nationalspielerinnen Diana Isjomina und Evelina Garbare hinnehmen musste. Im Hinspiel gewannen die Churerinnen 17:4, vor einem Jahr das letzte Heimspiel 12:2.

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