Proporz: Keine Stimme verpufft
Zum Kantonsratswahlverfahren
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Proporzwahlen liegt die Idee zugrunde, dass im Parlament alle kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Schichten des Volkes (politische Gruppierungen) entsprechend ihrer Stärke vertreten sein sollen. Beim Proporz werden alle abgegebenen Stimmen aus dem gesamten Wahlgebiet auf die Listen verteilt. Das ist ein wichtiger Effekt: Es verpuffen keine Stimmen wirkunglos, weil alle, auch jene der Wähler der Minderheitsparteien in kleinen Wählerkreisen, eingesammelt und auf gesamtkommunaler Ebene verwertet werden. Ein Blick ins Wallis zeigt, wie opportunistisch einzelne Parteien agieren. Wo sie stark sind und von den «sterbenden» Stimmen profitieren, lassen sie keinen guten Faden am Proporz. Gehören sie aber zu den benachteiligten Kleinen, fordern sie lautstark ein gerechtes System. Bestes Beispiel dafür ist die SVP. Im Kanton Schwyz fordert sie den Majorz, im Wallis das Gegenteil. Sie ist dort zusammen mit der SP Oberwallis und den Grünen im Komitee der Volksinitiative «Jede Stimme zählt». Mir bleibt die SVP die Antwort schuldig, weshalb dieser Slogan im Kanton Schwyz nicht gelten soll. Deshalb stimme ich am 6. März mit Überzeugung Ja zum Proporzwahlverfahren.
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