Plumper Vorwurf
Zum Artikel «Verrat: Rote Köpfe wegen neuem Schwyzer Wahl-?system»
Zum Artikel «Verrat: Rote Köpfe wegen neuem Schwyzer Wahl-?system»
Im «Boten» vom Dienstag, 20. Januar, war im Artikel «Verrat: Rote Köpfe wegen neuem Schwyzer Wahlsystem» zu lesen, dass Xaver Schuler Andy Tschümperlin Verrat vorwirft, weil er in Bern gegen das Majorz-verfahren redete. Es ist nun fraglich, ob Herr Schuler einfach vergessen hat, dass Andy Tschümperlin der Partei mit einem V weniger angehört oder dass es ausser seiner eigenen auch noch andere Parteien und, welch ein Schreck, andere Meinungen gibt. Mit dem plumpen Vorwurf von Verrat jedenfalls zeigt er, wie er mit Andersdenkenden umgeht.
Ein interessantes Müsterchen aus der Geschichte der Schwyzer SVP zeigt übrigens, wie sie bei einer ähnlichen Abstimmung um das Wahlrecht im Jahr 1985 als damalige Minderheitenpartei durchaus für das Proporzverfahren war.
Aber es ist natürlich klar, dass ein gewählter Politiker, der öffentlich erklärt, dass ihm das Proporzwahlverfahren zu komplex ist, solche Sachen gerne vergisst. Genau so klar ist übrigens, dass er nicht selber die Stimmen auswerten muss, sondern dass das die zuständigen Behörden gerne für ihn übernehmen.
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.