Pirol ist Vogel des Jahres
Vogel des Jahres 2013 ist der Pirol. Der farbenprächtige Zugvogel weilt zurzeit wie jedes Jahr bei seinen Verwandten in Afrika. Im Mai kehrt er zurück und ist dann im Wald an seinem exotisch anmutenden Flöten erkennbar.
Vogel des Jahres 2013 ist der Pirol. Der farbenprächtige Zugvogel weilt zurzeit wie jedes Jahr bei seinen Verwandten in Afrika. Im Mai kehrt er zurück und ist dann im Wald an seinem exotisch anmutenden Flöten erkennbar.
Etwa so gross wie eine Amsel ist der Pirol, sein Federkleid ist goldgelb, die Flügel sind schwarz. In der Schweiz lebt er in insektenreichem Laubwald, häufig mit angrenzender Blumenwiese. Er bevorzugt alte Eichen- und Auenwälder bis zu einer Höhe von rund 600 Metern über Meer, wie der Schweizer Vogelschutz SVS/Bird-Life Schweiz gestern mitteilte.
Zwar ist der Pirol in den dichten Blättern fast nicht zu entdecken. Seinen speziellen, flötenartigen Ruf überhört der Waldspaziergänger aber nicht. Auf dem Speisezettel des Pirols finden sich vornehmlich Insekten. Am liebsten frisst er Schmetterlinge und deren Raupen. Aber auch Ameisen, Heuschrecken und Käfer mag er gern. Und ein ganz besonderer Leckerbissen sind Kirschen.
Sein Revier wählt deshalb fast jeder Pirol danach, ob ein Kirschbaum in der Nähe ist. In der Schweiz brüten laut Mitteilung jährlich 1000 bis 2000 Pirolpaare. Die Jungen schlüpfen nach 15 Tagen Brutzeit aus den jeweils drei bis vier Eiern. Noch sei der Pirol nicht als bedroht eingestuft, heisst es in der Mitteilung. Der Rückgang der Lebensräume in der Schweiz und in Afrika mache ihm aber zu schaffen. In Mitteleuropa sei das Problem die Zerstörung von Auenwäldern, die intensive Nutzung des Kulturlandes bei Wäldern und der Mangel an alten Laubwäldern. Die Winterquartiere seien durch Abholzung oder Brandrodung gefährdet. (sda)
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