Nicolas mit Beatrice?
Auch zufällige TV-Zuschauer, die Ländler sonst nur nebenbei wahrnehmen, äussern sich positiv sowohl über die Macher wie die Protagonisten von «Viva Volksmusik» am letzten Samstag.
Auch zufällige TV-Zuschauer, die Ländler sonst nur nebenbei wahrnehmen, äussern sich positiv sowohl über die Macher wie die Protagonisten von «Viva Volksmusik» am letzten Samstag.
Angenehme, vielseitige, in hoher Qualität gebotene Schweizer Volksmusik pur, so der Tenor. Stimmt. Ein beispielhaftes Abbild dessen, was die Szene ausserhalb der nur auf Kommerz ausgerichteten Partymusik in Ländlerzelten tatsächlich zu bieten hat.
Auch Medien attestieren «Viva Volksmusik» beste Unterhaltung, monieren aber das Drumherum. Nicolas Senn sei (noch) nicht Florian Silbereisen, der deutsche Showmaster volkstümlicher Schlager-Sendungen. Senn wird das hoffentlich auch nie. Er müsste dazu ja analog der Liaison Silbereisen/Helene Fischer gleich Beatrice Egli mit ins Boot holen. Genau diese Art Shows mit ebenfalls bereits geforderter Öffnung für neues Publikum (das sei mit Action, wie der leicht bekleideten Tänzerinnen zu Beginn der Sendung, leicht zu holen), wollen wir gerade nicht. Gibts zur Genüge.
Fehl am Platz ist auch die Fragestellung «Quo vadis-Viva Volksmusik»? Wohin wohl muss er gehen, der Weg? Weiter in die eingeschlagene Richtung! Da haben insbesondere auch ältere Menschen eine einzige Samstagabend-Sendung, die auf traditionelle Volks-, also Ländlermusik ausgerichtet ist, die Freude bereitet, Emotionen auslöst. Und schon orten Autoren die Gefahr, «Viva Volksmusik» könnte der in Workshops als «Teufelszeug» taxierten Swissness zum Opfer fallen. Vielleicht gibt es wirklich zu viel «SRF bi de Lüt», dem Format, wo der Name Programm ist. Doch Sendungen wie «Landfrauenküche», «Mini Beiz, dini Beiz», «Familiensache», «Unser Dorf», «Hüttengeschichten» und so weiter, erinnern halt schnell an Volkskultur vom Lande. Sie dürften eine Volksmusik-Gala wie gehabt jedoch nicht nach drei Folgen schon wieder aus dem Programm kippen!
Regionales Musikangebot: Freitag; Echo vom Chalberschwanz im «Grotzenbüel», Braunwald. Samstag; ab 14 Uhr Stubete mit Bruno Walser, «Post», Oberurnen. Sonntagnachmittag; Bäsähöckler im «Adler», Ricken. Dienstagnachmittag; Tanz mit Leo und Walti im «Ochsen», Ernetschwil.
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