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Mit dem Schnee kommen Tagesgäste

Die grossen Schneefälle haben den Wintersportorten in der Ostschweiz geholfen. Doch über eine gute Saison werden Wetterprognosen und Schneeverhältnisse im Januar und Februar entscheiden.

Südostschweiz
06.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

St. Gallen. – Die Angebote der Ostschweizer Wintersportorte werden kurzfristiger gebucht. Die grossen Schneefälle nach Weihnachten brachten deshalb den Bergbahnen sofort viele Gäste. Die Saison ist damit aber noch nicht gerettet.

Die Wintersportsaison in der Ostschweiz startete erst mit den grossen Schneemengen nach Weihnachten – dafür gleich überall, auch in tiefen Lagen: So wurde in der Stadt St. Gallen (670 Meter) in der Nähe des Bundesverwaltungsgerichts erstmals eine Langlaufloipe in Betrieb genommen, die zahlreiche Wintersportler anzog.

In den beiden Wintersportregionen Toggenburg und Heidiland wirkte sich der Andrang der Tagesgäste positiv aus. Für eine gute Bilanz habe die Saison aber wegen des lange fehlenden Schnees zu spät begonnen, erklärte Urs Gantenbein, Sprecher der Bergbahnen Toggenburg.

Verpasste Skitage nachholen

Erst ab dem 26. Dezember liefen alle Bahnen. In den ersten Tagen danach hätten sich jeweils um die 10 000 Personen auf den Pisten getummelt. Der Start lasse aber keine Aussagen für den Rest der Saison zu, so Gantenbein: Wenn es genügend Schnee habe, würden im Dezember verpasste Skitage jeweils noch nachgeholt.

An den ersten beiden Januartagen seien Spitzenfrequenzen verzeichnet worden, sagte Heinrich Michel, Geschäftsführer der Bergbahnen Flumserberg. Das Weihnachtsgeschäft lief insgesamt nicht viel schlechter als im Vorjahr. Entscheidend für die Gesamtbilanz sei es aber nicht: «Wenn wir im Februar vier gute Wochenenden haben, sind Weihnachten vergessen.» Ausschlaggebend seien die Schneeverhältnisse – und die Wetterprognose: Rund 80 Prozent der Wintersportler kämen als Tagesgäste in die Region.

Hotellerie wenig bedeutend

Die Hotellerie in der Ostschweiz spielt für den Wintersport eine vergleichsweise kleine Rolle. Kurz vor Weihnachten habe eine Umfrage gezeigt, dass sich die Buchungszahlen im selben Rahmen wie im Vorjahr bewegten, erklärte Sonja Fuchs, Marketing-Leiterin von Toggenburg Tourismus. Die Buchungen kämen immer kurzfristiger. Der Verlauf der Saison sei deshalb schwierig vorauszusagen, stellte sie fest.

In der Ferienregion Heidiland sei der Buchungsstand über die Festtage generell gut gewesen, erklärte Adrian Pfiffner, Leiter Kommunikation von Heidiland Tourismus. «In der Hotellerie am Flumserberg gar leicht besser als im Vorjahr», ergänzte er. In der Parahotellerie gehe man von etwa gleich hohen Buchungszahlen aus wie im Vorjahr. Die schwierige Wetterlage im Vorfeld habe sich kaum auf das Buchungsverhalten ausgewirkt, stellte er fest. (sda)

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