Mehr Strom in der Surselva produziert
Starke Zuflüsse von Schmelzwasser und intensive Niederschläge haben sowohl bei der Kraftwerke Ilanz AG wie auch bei der Kraftwerke Vorderrhein AG zu einer erheblich gesteigerten Produktion geführt.
Starke Zuflüsse von Schmelzwasser und intensive Niederschläge haben sowohl bei der Kraftwerke Ilanz AG wie auch bei der Kraftwerke Vorderrhein AG zu einer erheblich gesteigerten Produktion geführt.
Ruschein. – Die Generalversammlungen beider Gesellschaften fanden gestern unter dem Vorsitz von Verwaltungsratspräsident Rolf W. Mathis in der Mehrzweckhalle in Ruschein statt. Laut Rolf Haueter von der Axpo Hydro Surselva AG, dem die örtliche Betriebsleitung beider Gesellschaften obliegt, erreichte die Gesamterzeugung in den Anlagen der Kraftwerke Ilanz AG in der Berichtsperiode (1. Oktober 2011 bis 30. September 2012) brutto 301,8 Millionen Kilowattstunden. Dies bedeutet 121,1 Prozent des zehnjährigen Mittelwerts. Die Produktion lag damit auch deutlich über jener des Vorjahres von 212,4 Kilowattstunden.
Die Stufe Tavanasa erbrachte 151,8 Millionen Kilowattstunden, die Stufe Pigniu 150. Der Zufluss zum Stausee Pigniu entsprach mit 87 Millionen Kubikmetern beinahe dem zwölffachen Volumen des Stauinhalts. 72,2 Prozent der erzeugten Energie fielen im Sommer an, 27,8 Prozent im Winter. Die Jahreskosten zulasten der Partner (85 Prozent Axpo Power AG, zehn Prozent Kanton und fünf Prozent Konzessionsgemeinden) beliefen sich auf rund 11,9 Millionen Franken. Der Jahresgewinn betrug knapp 1,2 Millionen Franken.
Die höhere Jahresproduktion führte zu einer Verminderung der Produktionskosten um 0,81 auf 4,04 Rappen pro Kilowattstunde. Auf das Aktienkapital von 50 Millionen Franken wurde eine Dividende von 2,25 Prozent beschlossen, was 1,1 Millionen Franken beansprucht.
Gesamterneuerung abgeschlossen
Bei der Kraftwerke Vorderrhein AG erreichte die Energieerzeugung im Berichtsjahr mit 923,7 Millionen Kilowattstunden 124,8 Prozent des zehnjährigen Mittelwerts. Sie lag damit um 33,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Dies bei nutzbaren Zuflüssen in Höhe von 210,6 Millionen Kubikmetern. Das entspricht 122,8 Prozent des langjährigen Mittels. Laut Haueter schritt die Gesamterneuerung der Zentrale Sedrun planmässig voran, sodass die Erneuerung der letzten Maschinengruppe im Berichtsjahr abgeschlossen werden konnte. Die Anlage der Kraftwerke Vorderrhein AG wurde im Geschäftsjahr von knapp 1000 Personen besucht.
Die Jahreskosten zulasten der Partner (81,5 Prozent Axpo Power AG, zehn Prozent Kanton und 8,5 Prozent Konzessionsgemeinden) beliefen sich auf 40,7 Millionen Franken. Der Jahresgewinn betrug 2,1 Millionen Franken. Aufgrund der höheren Energieerzeugung sanken die Produktionskosten auf 4,48 Rappen pro Kilowattstunde. Auf das Aktienkapital von 80 Millionen Franken wird eine Dividende von 2,5 Prozent ausgeschüttet (so)
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