Lokalrivale Jona hat grosse Ambitionen gegen Näfelser
Die Näfelser Volleyballer treffen heute Abend in der NLA-Meisterschaft auf den Aufsteiger aus Jona. Die Glarner Unterländer wollen auch das Rückspiel gewinnen – doch dies könnte kein einfaches Unterfangen werden.
Die Näfelser Volleyballer treffen heute Abend in der NLA-Meisterschaft auf den Aufsteiger aus Jona. Die Glarner Unterländer wollen auch das Rückspiel gewinnen – doch dies könnte kein einfaches Unterfangen werden.
Von Rolando K. Küng
Volleyball. – Der Aufsteiger TSV Jona spielt seit vielen Jahren wieder als NLA-Verein gegen Volley Näfels. Früher, in den 90er-Jahren, war dieses Derby ein Strassenfeger im Rautidorf. Damals waren die beiden Klubs die grossen Rivalen im Raum Ostschweiz. Längst schon besteht ein freundschaftliches Verhältnis mit zum Teil enger Zusammenarbeit zwischen den Jonern und Näfelsern.
Der Biltener und derzeitige Jona-Trainer Urs Winteler spielte für Volley Näfels und Nico Beeler, ebenfalls ein Spieler aus den Reihen des TSV Jona, war die letzten beiden Saisons der prägende Spieler bei den Glarnern und massgeblich beteiligt am Cupsieg gegen Lugano. Inzwischen setzt dieser aber voll auf die Karte Beach-Volleyball.
Jona mit einer Siegserie
Jonas Start in die NLA-Meisterschaft verlief nicht erfolgreich. Nur gerade Lutry konnten sie bezwingen. Nachher gab es Niederlagen zuhauf, sogar gegen Einsiedeln, einem direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Diese Niederlage mit jeweils knappen Satzresultaten, so scheint es, war aber die Wende für die St. Galler: Ab Dezember reihte die Winteler-Truppe einen Sieg an den andern. So war der erste gegen Amriswil viel beachtet und daraus wurde eine Serie von mittlerweile deren fünf, und damit einer makellosen Bilanz im Monat Dezember.
In der Tabelle steht Jona zurzeit an sechster Stelle, dies würde sie zur Teilnahme an den Meisterschafts-Play-offs berechtigen. Im Cup wartet in den Viertelfinals Nachbar Einsiedeln. Dieses Heimspiel könnte Jona durchaus den Einzug in die Cup-Halbfinals bescheren. Rundum positive Perspektiven also, die den Spielern bestimmt Flügel verleihen und sie als Team umso gefährlicher machen.
Mit der Schweizer Nati unterwegs
Volley Näfels wird heute Abend also gefordert sein und tut gut daran, sich auf dieses Spiel minutiös vorzubereiten und perfekt einzustellen. Klar haben die Glarner das Hinspiel deutlich gewonnen, stehen in der Tabelle weiter oben und sind auf dem Papier wesentlich stärker einzustufen. Aber im Training fehlten dieser Tage die drei Nationalspieler, die in Luxemburg ein Vier-Länder-Turnier mit der Nati bestritten. Libero Sutter, Passeur Gygli und Mittelblocker Ehrat mussten resultatmässig unten durch und verloren drei von vier Spielen. Kommt also bei ihnen neben der körperlichen Müdigkeit auch noch der Niederlagen-Blues der Nati hinzu? «Auf jeden Fall haben uns diese drei im Training merklich gefehlt», sagt Teammanager Ruedi Gygli zu deren Einsatz, der als Vorbereitung auf die Universiade in Südkorea eingeplant war.
Den Zenit rechtzeitig erreichen
Näfels-Trainer Dalibor Polak steckt seiner Mannschaft klar das Ziel, ab Mitte Februar in Topform zu sein. Ab dann startet die Play-off-Final-Qualifikation. Das Beispiel des TV Schönenwerd hat in der letzten Saison gezeigt, dass der Rang vor Beginn dieser Quali-Runde nicht entscheidend ist. Näfels hatte seinen Zenit überschritten und die Solothurner erreichten ihn gerade rechtzeitig. So durften sie letztendlich um die Meisterkrone kämpfen und nicht die Glarner, die sich immerhin mit dem Cupsieg die Saison versüssten.
Ein Sieg in diesem Mittwoch-Spiel darf erwartet werden, ist aber nicht absolute Pflicht. Gingen diese Punkte nach Jona, erhöhte dies wenigstens die Chance, dass die St. Galler Ende Monat tatsächlich weiterhin auf einem Platz in den ersten sechs der Tabelle stünden. Und damit wäre ein erster Schritt getan, das Derby Näfels-Jona wieder zum Strassenfeger aufleben zu lassen, wie dereinst, nur eben mit andern Protagonisten.
NLA, Männer: Näfels – Jona, Mittwoch, 7. Januar, 20 Uhr, Lintharena Näfels.
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