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Land Rover Discovery Sport

Der ab Februar 2015 lieferbare Kompakt-SUV mit 4,60 Meter Länge und Premium-Anspruch ersetzt den Freelander. Er ist das erste Modell einer neuen Familie und soll als Land Rover auch ausserhalb Englands, in Brasilien, gebaut werden.

Südostschweiz
30.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Valentin Spescha

Reykjawik. – Der Neue sieht gut aus und erinnert im Design stark an den kleineren Range Rover Evoque, von welchem er die entscheidenden opti-schen Dinge geerbt hat. Er basiert auf dessen verlängerter Plattform und verfügt über dieselben quer eingebauten Motoren. Sein sportlich orientiertes Design mit einer stark ansteigenden Seitenlinie wirkt stämmig. Das SUV hat serienmässig fünf Sitze und kann optional mit sieben Sitzen ausgestattet werden. Die dritte Sitzreihe ist eher für Kinder geeignet und der Kofferraum wird dann wacker klein. Im Normalzustand verschwindet die dritte Reihe im Kofferraumboden und dieser hat dann bis zu 689 Liter Inhalt, je nach Position der verschiebbaren zweiten Sitzreihe.

Feines Ambiente

Der Innenraum ist angenehm und hochwertig aufgemacht. Das Auto verfügt über ein neues Infotainment System, mit einem Touch Screen von acht Zoll, über welches sich alle Elemente bedienen lassen. Das Navi ist nur in der teuersten Version HSE Luxury serienmässig mit dabei. Alle Varianten verfügen nebst Radio über mindestens eine USB und Aux-Schnittstelle. Das in die gut lesbaren Armaturen integrierte zentrale Display bietet via Lenkradtasten eine Fülle von Fahrzeuginformationen. Allerdings ist die Menüführung kompliziert und wenig intuitiv. Lobenswert ist, dass die automatische Klimaan- lage nicht über Touch Screen, sondern mit altbekannten Reglern bedient werden kann.

Mit Terrain-Responce-System

Die Vordersitze sind eher straff gepolstert, aber bequem, und lassen sich zumindest in der Version mit elektrischer Verstellung und Memory sehr gut einstellen.

Das mit 2,07 Meter recht breite Auto bietet viel Platz. Dem Design mit nach hinten abfallendem Dach ist der in der zweiten Reihe etwas knappe Kopfraum geschuldet. Die Sicherheitsausstattung ist umfas-send, und als Novum wird ein in die Motorhaube integrierter Fussgänger-airbag eingebaut. Der Wagen verfügt über das Terrain Response genannte System, mit welchem verschiedene Fahrprogramme ausgewählt werden können. Bei den ausgedehnten Testfahrten im verschneiten und grossteils mit vereisten Landstrassen aufwartenden Island konnte der neue Rover zeigen, wie gut und sicher diese Systeme mit Schotter, Schnee und Eis zurechtkommen. Das mit Spikesreifen ausgerüstete Fahrzeug machte auf einsamen Strassen auch bei vergleichsweise hohen Geschwindigkeiten einen sicheren und souveränen Eindruck. Den besonderen Umständen des Tests entsprechend konnte dafür das Fahrverhalten auf trockenen Strassen nicht überprüft werden.

9-Stufen-Automatik von ZF

Der neue Land Rover wird mit drei Motoren angeboten, zwei Diesel mit je 2,2 Liter und 150 oder 190 PS und ein 2,0-Benziner mit stolzen 240 PS. Ab Herbst 2015 folgt – ungewöhnlich für Land Rover – noch ein Modell mit Frontantrieb und einem etwas kleinerem Diesel, auch mit 150 PS.

Der Benziner und optional der stärkere Diesel sind mit dem empfehlenswerten und auch andernorts im Einsatz stehenden hervorragenden 9-Stufen-Automat von ZF (Zahnradfabrik Friedrichshafen) ausgerüstet. Die Diesel weisen nach Herstellerangaben je nach Leistung und Getriebe einen Normverbrauch von 5,7 bis 6,2 Liter aus. Der schnelle Benziner kommt auf rund 8 Liter pro 100 Kilometer. Die Preise beginnen bei 44 000 Franken und enden beim Topmodel mit Benzinmotor bei 67 700 Franken, mit wie immer nach oben offener Optionsliste.

Dieser Text entstand aufgrund einer Einladung zur Fahrvorstellung von Jaguar Land Rover Schweiz.

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