Laax: Weisse Arena verhält sich vorbildlich
Die Weisse Arena Laax hat sich mit einer Bitte (nicht mit einem Verbot) an die Bevölkerung vorbildlich und wieder einmal als erfolgreiche avantgardistische Tourismusunternehmung gästefreundlich präsentiert.
Die Weisse Arena Laax hat sich mit einer Bitte (nicht mit einem Verbot) an die Bevölkerung vorbildlich und wieder einmal als erfolgreiche avantgardistische Tourismusunternehmung gästefreundlich präsentiert.
Online-Kommentar zum Artikel «Gurtner würde es wieder tun» in der Ausgabe vom 27. Dezember.
Wieso kann die Einwohnerschaft denn nicht wenn nötig ein paar Tage den spärlichen Schnee den Gästen alleine überlassen? Den Kritikern und damit auch der Tagespresse sollte längstens klar sein, dass sämtliche Einwohner von Flims Laax Falera Einkommen, Gewinn und Vermögen grösstenteils aus dem Tourismus schöpfen. Jetzt konnten sie sich für ein paar Tage mit einer Geste bei ihren Förderern und Gästen tolerant und dankbar zeigen. Hoffentlich!
Schimun Murk, Maienfeld
Online-Kommentar zum Artikel «Gurtner würde es wieder tun» in der Ausgabe vom 27. Dezember.
Skipass gratis für Hotelgäste und nun «bat» man die Einheimischen, zu Hause zu bleiben. Auch eine Einstellung. Nur zu hoffen, dass der Franken-Kurs möglichst hoch bleibt und wenig ausländische Gäste kommen. Dann kommt mal der Tag, wo man um die Einheimischen froh wäre. Hoffentlich bleiben sie dann auch zu Hause oder fahren nach Österreich oder ins Südtirol, wo man auch als Tagesgast, sowohl bei den Bergbahnen als auch in den Restaurants, willkommen ist und wesentlich mehr für sein sauer verdientes Geld bekommt.
Roman Müller, Schiers
Online-Kommentar zum Artikel «Gurtner würde es wieder tun» in der Ausgabe vom 27. Dezember.
Bei diesen Zeitungsartikeln stelle ich mir die Frage, ob da nicht eine gezielte Aktion dahintersteckt, sei es für Werbung oder als Provokation. Jedenfalls hat es dieser Herr Gurtner, Chef der Weissen Arena Gruppe, geschafft, dass darüber diskutiert wird, ob das gewünschte Ziel erreicht wird, sei dahingestellt.
Thomas Müller, Stuttgart
Online-Kommentar zum Artikel «Gurtner würde es wieder tun» in der Ausgabe vom 27. Dezember.
Lassen wir die Kirche mal im Dorf. Die Weisse Arena Gruppe hat uns Einheimische sehr höflich – und für mich nachvollziehbar – gebeten, einige Tage auf den Schneesport zu verzichten. Es wurden weder Einheimischen-Tickets gesperrt, noch wird man in irgendeiner Art und Weise zu irgendetwas gezwungen.
Mit vollem Steuerdomizil in der Destination zahle ich durchaus auch meine Steuern hier. Aber sind wir ehrlich. Ohne die Ausgaben der Touristen, die Steuergelder der Zweitwohnungsbesitzer und die Wertschöpfung des Tourismus könnten wir als Einheimische niemals von der Infrastruktur profitieren, die uns hier zur Verfügung steht. Falera könnte sich garantiert keine eigene Schule mehr leisten und ob in Laax ein Hallenbad Bestand haben würde, ist fraglich. Wären unsere Orte ohne Tourismus für junge Leute und Familien so attraktiv, wie sie es heute sind – nein.
Weisse-Arena-Chef Reto Gurtner mag manchmal radikal sein in seinen Visionen und ich gehe mit ihm wahrlich nicht immer überein. Fakt ist aber, dass dank der Weissen Arena die Destination eine Vorbildfunktion im gesamten Alpenraum einnimmt.
Aber bleiben wir bei der Sache: Die Weisse Arena hat uns Einheimische gebeten, gastfreundlich zu sein – ich bin es gerne, denn Tourismus wird ohne Einheimische nie funktionieren, aber ohne Touristen erst recht nicht.
Karl-Heinz Ammon, Falera
Im Januar 1945 wurde bereits intensiv an der Erschliessung Flims-Foppa-Naraus-Cassons gearbeitet. Damals wurde allein die Frage in den Raum gestellt: Welches System? Darunter wurden viele wichtigen Faktoren berücksichtigt wie:
• Terrainbeschaffenheit
• technische Möglichkeiten
• Grundbesitz
• Erstellungskosten
• Garantien finanzieller Natur
• Rentabilität etc.
Diese Faktoren sind auch heute noch die zentralen, aber mit einem wesentlichen Unterschied. Wir Flimser verlieren unseren Ursprung, der uns zu einer erfolgreichen Destination gebracht hat, wenn wir zulassen, dass Naraus sowie der Cassons nicht mehr erschlossen werden in der ursprünglichen, bestehenden Form. «Schuster, bleib bei deinem Leisten», dieses Sprichwort bewährt sich auch dann, wenn neue Ideen präsentiert werden, die durchaus auch gewisse wichtige Faktoren bedienen, jedoch der Tatsache, dass Flims weiter entwertet wird, nicht standhalten können.
Es ist äusserst erstaunlich für mich, im Budget der Gemeinde für 2015 zu lesen, dass der Gemeindevorstand Flims das Projekt der Weissen Arena Gruppe (Y-Variante) vollumfänglich unterstützt. Dazu drei Punkte:
• Zwölf Millionen Franken für die Sanierung der bestehenden Cassons Bahn sind zu viel für die Weisse Arena Gruppe, aber 31 Millionen für eine komplett neue Variante machbar?
• Die bestehende Infrastruktur Flims-Foppa-Naraus-Cassons befriedigt die Wünsche der modernen Skifahrer wie auch jene der Skitouren-Wintersportler. Es bedingt selbstverständlich einer optimalen Beschneiung und Instandhaltung der Pisten. Bei der in Planung stehenden Y-Variante sind diese Vorteile nicht mehr gewährleistet. Zudem ist der Standort ein Schattenloch. Auch ist das Staina-Gebiet im Innerberg ein Schutzgebiet für Wildtiere.
• Wie schon in einem Leserbrief gefragt, welche Anforderungen oder Bedingungen denn die Unesco an unsere Destination stelle bezüglich Erreichbarkeit der Tektonik-Arena, konnte ich noch keine Infos nachlesen.
Ich appelliere erneut an die Flimser Stimmbürgerinnen zu Eigenverantwortung, sich auch mit der Flimser Erfolgsgeschichte zu befassen. Durchaus auch eine selbstbewusstere Haltung für die Destination Flims und nicht Laax einzunehmen. Meines Erachtens wird Flims vernachlässigt, insbesondere auch vom amtierenden Gemeindevorstand. Die touristische Ausrichtung von Laax und Flims ist unterschiedlich und ergänzt sich durchaus, wenn die Flimser nach wie vor ihr Ziel verfolgen, und da sollte in absehbarer Zukunft schon mal eine Einigkeit zustande gebracht werden. Wenn wir Flimser die Y-Variante zulassen, wird Flims verlieren. Wir dürfen unseren Ursprung nicht so leicht aufgeben, der Cassons ist doch unsere touristische Wurzel!
Paul Castrischer, Flims
Unglaublich, aber wahr: Am 25. Dezember – hochheiliger Sonntag – können unsere Gäste nicht Ski fahren, sie unterhalten sich aber auch ohne Schnee gemütlich beim Mittagessen auf der Lenzerheide und bezahlen 450 Franken für ihr Weihnachtsessen (vier Personen) – nicht Euro, teure Schweizer Franken. Belohnt werden sie mit einer Busse (40 Franken) auf einem öffentlichen Parkplatz wegen «Nicht/nicht gut sichtbarem Anbringen Parkzettel». Der Kommentar einer Gruppe Gäste, kaum druckreif. Gäste, die sicher nicht mehr auf Besuch in unseren Tourismuskanton kommen.
Roland Sprenger, Chur
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