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Kull und Perspektiven

Der HC Davos kann weiter auf eine wichtige Teamstütze zählen: Torhüter Leonardo Genoni hat seinen Vertrag um zwei Jahre bis Frühling 2017 verlängert.

Südostschweiz
28.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Torhüter Leonardo Genoni bleibt dem HC Davos treu

Von Hansruedi Camenisch

Leonardo Genoni nennt drei Hauptgründe für seine Entscheidung. «Erstens gefällt es mir in Davos und beim HCD. Zweitens will ich in einem Team spielen, das Ambitionen hat, vorne dabei zu sein. Und drittens habe ich beim HCD mit Marcel Kull einen Torhütertrainer, der mich auf meinem Weg konstant begleitet», sagt der Davoser Torhüter.

<strong>Genoni leistet</strong> seinen redlichen Teil daran, dass der HCD in der laufenden Meisterschaft an der Spitze mitmischt. Der 27-Jährige liess in 33 Meisterschaftsspielen im Durchschnitt 2,38 Gegentreffer pro Match zu. Er weist eine Abwehrquote von 91,6 Prozent auf und verzeichnete drei Shutouts. Genoni ist überzeugt, dass er seinen Zenit noch nicht erreicht hat. «Ich habe noch sehr viel Potenzial nach oben, habe sicher noch nicht ausgelernt.» bemerkt er mit Blick auf seine Vertragsverlängerung. «In Davos kann ich am besten auf diesem Weg bleiben und mich weiterentwickeln.»

<strong>Genoni war</strong> im Sommer 2007 als 19-Jähriger gemeinsam mit Reto Berra aus der Organisation der ZSC Lions zum HCD gestossen. Die beiden Talente sahen bei den Lions hinter dem damaligen Stammkeeper Ari Sulander keine Pers-pektiven. Beim HCD ersetzten sie Jonas Hiller, der nach Nordamerika wechselte und inzwischen für die Anaheim Ducks und die Calgary Flames mehr als 400 Spiele in der National Hockey League (NHL) absolviert hat. Nach seiner ersten Saison in Davos wurde Genoni als Newcomer des Jahres im Schweizer Eishockey ausgezeichnet. Mit dem HCD gewann er 2009 und 2011 den Schweizer-Meister-Titel. Am Ende der Saison 2010/11 wurde Genoni als MVP (wertvollster Spieler) und Torhüter des Jahres in der Nationalliga A geehrt. Mit dem Schweizer Nationalteam bestritt er im Mai dieses Jahres seine erste Weltmeisterschaft.

<strong>Genoni erhält</strong> von allen Seiten viel Lob für seine professionelle Einstellung und Arbeitsweise. Er begnügt sich allerdings nicht mit dem Eishockey. Vor seinem Wechsel von Zürich nach Davos schloss er 2007 das Gymnasium mit der Matura ab. Zurzeit absolviert er ein Fernstudium in Betriebswirtschaft. Einen Nachmittag pro Woche drückt der Goalie in Zürich die Schulbank. «Im Eishockey werde ich im Kopf nicht genügend gefordert. Deshalb habe ich nach einer Möglichkeit zur Weiterbildung gesucht, die sich mit dem Spitzensport vereinbaren lässt», sagt Genoni. Wichtig sei beim gedrängten Programm das Zeitmanagement. Doch da habe er mit seiner Ehefrau Anina eine wichtige Person, die ihm den Rücken freihalte, bemerkt der zweifache Familienvater. Im nächsten Frühling dürfte Genoni sein Fernstudium mit dem Bachelor beenden und danach mehr Zeit für den gut zwei- jährigen Sohn Giulien und die vier Monate alte Tocher Emilia haben.

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