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Kraft gewinnt Tournee, Hayböck mit Premiere

Der 21-jährige Österreicher Stefan Kraft hat gestern in Bischofshofen den Sack zugemacht und die Vierschanzentournee gewonnen. Überlegener Tagessieger wurde der Weltcup-Leader Michael Hayböck.

Südostschweiz
07.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Kraft brachte dank des komfortablen Vorsprungs den Gesamtsieg ins Trockene. Mit Flügen auf 133,5 und 132 m erreichte er auf seiner Heimschanze den dritten Rang. Der Sieger von Oberstdorf konnte auch von einem entfesselten Hayböck nicht mehr entthront werden, obwohl der Sieger mit Weiten von 137,5 und 136,5 m 15 Punkte gutmachte und den Vorsprung von 23,1 auf 6,0 Zähler schmelzen liess. Mit Kraft gewann zum sieb ten Mal in Serie ein Österreicher den Klassiker.

«Es ist unglaublich, dass es so ausgegangen ist. Ich bin doch ein bisschen nervös geworden, aber es hat trotzdem gereicht», sagte Kraft inmitten eines rot-weiss-roten Fahnenmeeres, bevor er vor mehr als 20 000 Fans die begehrte Trophäe in Form eines goldenen Adlers entgegennehmen durfte. Der Überraschungssieger von Oberstdorf hatte in Garmisch (6.) seine Spitzenposition verteidigt, ehe er seinen Vorsprung in Innsbruck (2.) deutlich ausbaute konnte.

Hayböck feierte seinen ersten, überfälligen Weltcup-Erfolg in überlegener Manier. Hätte er Innsbruck nach seinem Traumflug auf 138 m nicht in den Schnee greifen müssen, wäre er womöglich noch an seinem Zimmerkollegen Stark vorbeigeflogen . Der in diesem Winter konstanteste Springer überhaupt holte sich während dem deutsch-österreichischen Klassiker (2., 7., 6., 1.) das gelbe Trikot des Weltcup-Führenden.

Österreich schloss mit nunmehr 16 Titeln zu der bisher erfolgreichsten Nationen Finnland auf. Auch im Vorjahr hatte es durch Thomas Diethart und Thomas Morgenstern einen Doppelerfolg gegeben. Die grossen Skisprungnationen Norwegen und Deutschland mussten sich hingegen mit den Tagessiegen von Anders Jacobsen (Garmisch) und Richard Freitag (Innsbruck) trösten.

Zwischen Hayböck und Kraft klassierte sich in Bischofshofen der 42-jährige Japaner Noriaki Kasai. (si)

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