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Keiner muss über Weihnachten im Märchenwald alleine sein

Wenn aus einer märchenhaften Idee Wirklichkeit wird: Auf der Schwammhöhe ist ein Weihnachtswald entstanden, der über die Festtage zum Treffpunkt für Menschen werden soll, die alleine sind.

Südostschweiz
24.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Martin Meier

Glarus. – «Kommen darf jede und jeder», sagt Gabriela Hösli. Ihre Augen leuchten wie Kinderaugen an Weihnachten. Ihren Pullover ziert ein Stern.

«Es ist ein Pilotprojekt», erzählt die Wirtin des Restaurants «Schwammhöhe». «Wenn der Weihnachtswald gut ankommt, werden wir ihn im kommenden Jahr noch ausbauen.» Wir? Das sind Gabriela Hösli und ihre Angestellte Chrysula Kirialanidis. «Chrysula war es, die immer an die Idee des Weihnachtswaldes geglaubt hat», sagt die Wirtin.

Engel, Weihnachtskugeln ...

Der Weg führt neben dem Restaurant wie durch einen Zaubervorhang durch eine Lichterkette in den Weihnachtswald hinein. Kerzen leuchten. In einer Feuerschale züngeln Flammen, sodass es einem wohlig warm ums Herz wird – trotz der Kälte. «An diesem Ort sollen sich über die Festtage Menschen treffen, die alleine sind», erklärt Hösli. «Aber auch Eltern, deren Kinder beispielsweise nicht zu Hause sind, oder auch Familien.»

Magischer könnte der Treffpunkt am Fusse des sagenumwobenen Vrenelisgärtli nicht sein. Das gilt auch für den Tiefblick auf den Klöntalersee und erst recht für den Märchenwald selbst, der an einen Weihnachtszauber erinnert.

An den Bäumen hängen Herzen aus Reisig, Engel, eine Eule, Tannzapfen und Weihnachtskugeln. «Wir haben einfach alles zusammengekramt», sagt Hösli. Und wer genau hinsieht, entdeckt sogar mit Silberfarbe besprayte Farnblätter.

... und ein Weihnachtsbaum

Mittendrin steht ein Weihnachtsbaum, an dem die Gäste Wunschkugeln aufhängen dürfen. «Ich hoffe, dass der Baum zum Schluss voll ist.» Schluss ist aber noch lange nicht. Hösli: «Der Weihnachtswald bleibt sicher bis am 3. Januar bestehen, wenn das Wetter mitspielt.» Bis dahin bleibt der Wald vom Eindämmern bis nach 22 Uhr in ein festliches Licht getaucht.

«Die Menschen sollen einfach vorbeischauen, miteinander reden, die mitgebrachte Wurst braten, dazu etwas trinken und die WaldweihnachtsStimmung auf sich einwirken lassen», sagt Hösli.

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