Kein Schwyzer Rechenzentrum
Kanton Die Idee der Schaffung eines Rechenzentrums mit einheitlichen Softwarelösungen wird nicht vorangetrieben. Für solche Projekte fehlt es in Schwyz an Geld.
Kanton Die Idee der Schaffung eines Rechenzentrums mit einheitlichen Softwarelösungen wird nicht vorangetrieben. Für solche Projekte fehlt es in Schwyz an Geld.
Andreas Seeholzer
Wäre eine einheitliche Softwarelösung (ERP) oder ein zentrales Rechenzentrum als Dienstleistungszentrum für die verschiedenen öffentlichen Körperschaften nicht effizienter und sicherer für den Kanton? Diese Frage haben die Kantonsräte Christoph Weber (FDP) und Gian Reto Lazzarini (SVP) im Juli 2014 mittels einer Interpellation an die Regierung gestellt. Die Gemeinden und Bezirke könnten sich auf freiwilliger Basis einer kantonalen IT-Lösung anschliessen, schreiben die beiden Kantonsräte.
Wäre vertieft zu prüfen
In ihrer Antwort schreibt die Schwyzer Regierung, dass das Anliegen zur Zentralisierung grundsätzlich auf Basis eines Konsultationsverfahrens bei den Bezirken und Gemeinden vertieft zu prüfen wäre. Für ein solches Engagement des Kantons «fehlen zurzeit jedoch die finanziellen Mittel und die personellen Kapazitäten». Ein derartig zusätzlicher Aufwand sei auch kaum begründbar, zumal es keine unmittelbare Notwendigkeit dafür gebe. «Der jetzige Zustand scheint effizient, und ein pragmatisches Vorgehen betreiben die Gemeinden heute schon, indem sich eine grosse Mehrheit über die Jahre beim einen oder anderen Rechenzentrum angeschlossen hat.»
Die Frage, ob eine einheitliche Softwarelösung oder ob ein zentrales Rechenzentrum als Dienstleistungszentrum für die verschiedenen Gemeinwesen effizienter und sicherer wäre, könne somit im Rahmen einer Interpellationsantwort nicht abschliessend beantwortet werden.
Je nach Bereitschaft für eine allgemeine Standardisierung sowie in Erwartungen an Qualität, Verfügbarkeit, Flexibilität und Sicherheit der Dienstleistungen würden die Antworten der Gemeinwesen differenziert ausfallen. Eine diesbezügliche Gesamtkostenbetrachtung müsste zudem auch die Risiken berücksichtigen, insbesondere das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit der Gemeinden von einem einzigen Produkt und einem einzigen Hersteller. Die starke Präsenz von zwei unterschiedlichen IT-Dienstleistern (RZ Einsiedeln und RZ Freienbach) mit zwei unterschiedlichen Standardprodukten mindere zurzeit eine solche Gefahr.
Inwiefern sich im Zusammenhang mit dem Bauprojekt «Verwaltungszentrum Schwyz» am Standort des heutigen Verwaltungsgebäudes an der Bahnhofstrasse Möglichkeiten für ein zentrales Rechnungszentrum ergeben, werde im Rahmen der entsprechenden Planungsarbeiten erörtert.
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