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Kantonsspital Glarus spürt die Personalnot

Personalnot im Spital Glarus: «Wir haben Stellen schon seit Monaten offen», so Personalchefin Bernadette Meli Sbriz.

Südostschweiz
Montag, 12. Dezember 2011, 01:00 Uhr

Von Juliane Krappe

Glarus. – Ärzte sind Mangelware. «Gerade im medizinischen Bereich trocknen die Berufsfelder eher aus», sagt Bernadette Meli Sbriz.

Mit externen Hilfskräften, die über Temporärbüros vermittelt werden, versucht man sich über Wasser zu halten. In den Abteilungen kommt es zeitweise zu akuten Engpässen.

Löhne niedriger als in Zürich

Dass sich geeignetes Fachpersonal im Gesundheitswesen längst nicht mehr einfach so kaufen lässt, spürt die Personalchefin bei ihrer täglichen Arbeit. Einige Stellenausschreibungen sind seit Anfang August im Angebot. Möglicher Grund: In Glarus sind die Löhne niedriger als beispielsweise im Kanton Zürich. Jeder zehnte Mitarbeiter sei zudem Lernender – und da sind die Assistenzärzte nicht inbegriffen. «Ohne deutsches Personal würden die Spitäler wohl kaum mehr ihre Patienten versorgen können», ist Regina Soder, Präsidentin des Schweizer Berufsverbands der Pflegenden, überzeugt.

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